Katastrophenalarm in Niederösterreich Katastrophenalarm in Niederösterreich

Starkregen

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Katastrophenalarm in Niederösterreich

Starke Regenfälle haben in Niederösterreich regional zu Überflutungen von Straßen geführt, nach Angaben des Landesfeuerwehrkommandos betrugen die Niederschläge in den Bezirken Horn und Hollabrunn 60 Liter pro Quadratmeter. 2.500 Mann standen am Samstag bei Auspump- und Sicherungsarbeiten im Einsatz.

Auch im Weinviertel hat sich die Lage verschärft. Für den Raum Zellerndorf wurde Katastrophenalarm gegeben. Die Pulkau ist über die Ufer getreten, 90 Häuser wurden mitttlerweile überflutet. Straßen sind überschwemmt, zahlreiche Keller stehenunter Wasser, die Schäden sind enorm. Ebenfalls vom Hochwasser betroffen ist Hadres. 101 Objekte stehen unter Wasser. Kritisch war die Situation weiters in Stetteldorf am Wagram (Bezirk Korneuburg), wo die Schmida über die Ufer trat und Objekte überflutete.

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Feuerwehrmann verletzt
Bei den Einsätzen der Feuerwehr kam es auch zu einem schweren Unfall: Ein Feuerwehrmann geriet im Waldviertel bei Auspumparbeiten in einen Starkstromkreis. Der 27-Jährige wurde mit Lähmungserscheinungen an der linken Hand mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus geflogen, er sei aber außer Lebensgefahr und werde keine bleibenden Schäden davontragen, sagte Feuerwehrsprecher Franz Resperger. Im selben Ort musste die Feuerwehr ein bettlägriges Pensionistenehepaar aus seinem unter Wasser stehenden Haus evakuieren.

Bannwachen am Kamp
Im Bezirk Krems wurden entlang des Kamp so genannte Bannwachen aktiviert, die die - steigenden - Wasserstände im Auge behalten. Um Dämme oder Objekte zu sichern, wurden aus dem Bezirk Horn laut Resperger 100.000 Sandsäcke und 200 Meter mobile Hochwasserschutzelemente angefordert.

Mistelbach, Korneuburg, Tulln
Von den Regenmassen betroffen waren auch die Bezirke Mistelbach, Korneuburg und Tulln, am schlimmsten war die Situation aber im Bezirk Horn, wo allein 900 Feuerwehrleute seit den Nachtstunden mit Auspumparbeiten beschäftigt waren und am Samstag zusätzlich ein Katastrophenhilfszug aus Waidhofen an der Thaya zur Unterstützung angefordert wurde. "Die Leute hier sind verzweifelt", berichtete Bezirksfeuerwehrkommandant Werner Loidolt von der Stimmung in Mold - der Ort, in dem 25 Einheiten im Einsatz standen, erlebt heuer die bereits dritte Überschwemmung. Ganze Straßenzüge stünden unter Wasser und würden zur Zeit mit Schlauchbooten befahren, so Loidolt.

Dem ORF NÖ zufolge waren im Bezirk Hollabrunn vor allem die Orte an der Pulkau betroffen. Im Bezirk Mistelbach kämpften die Einsatzkräfte gegen das Wasser der Zaya, das in die Dörfer und in die Häuser dringe.

Vorarlberg: Felssturz in Dalaas
Die mittlerweile aus Vorarlberg abgezogene Schlechtwetterfront vom Freitag hat in Dalaas im Klostertal (Bezirk Bludenz) einen gefährlichen Zwischenfall ausgelöst. Gegen 16.00 Uhr durchschlug ein großer Felsen beim Gasthof "Post" die Rückwand des Kühlraumes. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist enorm, teilte die Sicherheitsdirektion am Samstag mit.

Laut Polizei brach aus der unmittelbar hinter dem Gasthof "Post" aufragenden Felswand eine ca. fünf Kubikmeter große und etwa drei Tonnen schwere Felsplatte. Diese löste sich in rund 20 Metern Höhe und durchschlug die Rückwand des Kühlraumes der "Post". Personen wurden nicht verletzt, am Gebäude entstand erheblicher Sachschaden. Feuerwehr und der Bergrettung führten Hangsicherungsmaßnahmen durch.

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