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Arsen-Witwe gibt nichts zu

Prozess in Krems

Arsen-Witwe gibt nichts zu

Seiten: 12

Am Landesgericht Krems hat heute der Prozess um zwei Arsen-Morde begonnen. Angeklagt ist die 52-jährige Polin Bogumila W. Sie steht im Verdacht, zwei Männer mit dem Gift getötet zu haben. Das Urteil soll am Donnerstag fallen.

Sie plädiert auf nicht schuldig
Die Frau will mit den Todesfällen nichts zu tun haben und sich laut ihrem Anwalt "nicht schuldig" bekennen. Im Falle einer Verurteilung droht der 52-Jährigen bis zu lebenslanger Haft.

Der Tod der beiden Männer - im Oktober 2010 in Wien und im Februar 2011 im Bezirk Krems - war zunächst nicht bedenklich erschienen. Erst die Anzeige einer Tochter brachte Untersuchungen ins Rollen. Die Leichen wurden exhumiert und in gerichtsmedizinischen Gutachten Arsen festgestellt. Seit einem Jahr befindet sich die Angeklagte in Untersuchungshaft.
 

Hier die Bilder vom Prozess:

Diashow Prozess gegen Arsen-Witwe

Prozess gegen Arsen-Witwe

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Die Befragung der Angeklagten via Dolmetscher gestaltete sich langwierig. Richterin Susanne Daniel hielt ihr laufend frühere Aussagen vor, die im Widerspruch zu heutigen Angaben standen. So erklärte die 52-Jährige, keine intime Beziehung zu Herbert A. gehabt zu haben. Dieser erzählte aber einer Zeugin, die die betreffende Kontaktannonce für ihn aufgegeben hatte, dass er eine Polin kennengelernt - und vom "tollen Sex" mit ihr geschwärmt habe. Auch soll er sich im Dezember 2009 von seiner Hausärztin ein Potenzmittel verschreiben haben lassen, so die Richterin.

Die Beschuldigte, seit 1983 in Polen verheiratet und Mutter eines 1984 geborenen Sohnes, gab an, im November 2009 als Putzfrau nach Österreich gekommen zu sein. Herbert A. habe sie "zufällig" vor der polnischen Kirche angesprochen, wo sie auf eine Freundin gewartet habe. "Und dabei gleich erzählt, dass seine Frau gestorben ist und er ein Alkoholproblem hat? Und fünf Monate später will er Ihnen seine Wohnung schenken?" meinte die Richterin ungläubig - laut ihrer früheren Aussage hatte die Polin die Verstorbene nämlich 20 Jahre gekannt. Heute sagte sie, A. wollte, dass sie als Haushaltshilfe bei ihm wohnen sollte, damit er nicht soviel trinkt, und seine Tochter hätte auf sein Hilfeersuchen nicht reagiert.

Als es um die Übergabe des Pkw, der Wohnung und des Mobilheims ging, schwirrten diverse Summen durch den Raum. "Mit den Zahlen geht's drunter und drüber", reagierte die Richterin. Auch dass der Ehemann A. persönlich am Krankenbett 6.000 Euro für dessen Wagen übergab, stimmte mit einer früheren Darstellung von Käufern aus ihrem Heimatland nicht überein. Für das Mobilheim des Pensionisten in Seefeld habe ihr Sohn 8.000 Euro bezahlt, so die Angeklagte.

Den Termin mit dem Notar zwecks Überschreibung der Wohnung habe A., der zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gehen konnte, aus Eigeninitiative vereinbart - er sei davon ausgegangen, lang bettlägrig zu sein, und sie sollte ihn dafür pflegen, meinte die Beschuldigte. Sie verkaufte die Wohnung dann im März 2011 um 65.000 Euro und tilgte damit Schulden. Die Hälfte der Summe habe sie allerdings der Tochter von A. geben wollen, diese habe jedoch nicht mit ihr geredet.N

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