Kremser Schläger muss ins Gefängnis

Prozess

Kremser Schläger muss ins Gefängnis

Ende September wurde der 17-jährige Alexander S. im Kremser Stadtpark von drei Jugendlichen verprügelt und ausgeraubt. Einen Grund für die Tat gab es absolut keinen. Gestern mussten sich die Täter vor dem Gericht verantworten. Der Hauptangeklagte Stefan S. (18) wurde zu zwei Jahren unbedingter Haft verurteilt, seine beiden Mittäter Robert J. (15) und Kevin K. (16) erhielten 15 Monate bzw. ein Jahr bedingt.

Jugendzentrum
Haupttäter Stefan S. hatte noch wenige Tage vor der Tat Hunderte Unterschriften für den Bau eines Jugendzentrums im Stadtteil Lerchenfeld an Bürgermeisterin Inge Rinke (VP) übergeben, er kannte den beim Supermarkt-Drama erschossenen 14-jährigen Florian P. „Sie setzen sich für ein Jugendzentrum ein, und dann das. Wie lässt sich das vereinbaren?“, wollte Richter Gerhard Wittmann wissen. Das sei ihm in dem Moment nicht klar gewesen, so der 18-Jährige. Alle drei bekannten sich schuldig und meinten, dass ihnen die Tat leidtue.

Überfall
Die Anklage lautete auf schweren Raub und Nötigung sowie Einbruchsdiebstahl. Die arbeitslosen Burschen hatten sich in der Tatnacht beim Kremser Bahnhof getroffen. Nachdem sie ein Fahrrad mitgehen ließen, beschlossen sie, jemanden auszurauben. Als ihnen der 17-jährige Alexander S. in der Fußgängerzone über den Weg lief, zerrten sie ihn mit in den Stadtpark. Laut Anklage hätten sie ihn dort dann verprügelt, am Boden fixiert, Geldbörse, Handy und Zigaretten geraubt und mit der Drohung, ihn aufzuschlitzen, zur Herausgabe des Codes seiner Bankomatkarte veranlasst. Schließlich musste sich das Opfer bis auf die Unterhose ausziehen, ehe die Verdächtigen das Weite suchten. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

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