Kriegsrelikte  aus der Ybbs geborgen

Niederösterreich

Kriegsrelikte aus der Ybbs geborgen

Experten des Entminungsdienstes des Bundesheeres und Soldaten der Melker Pioniere haben innerhalb von drei Tagen mehr als 20 Kriegsrelikte in Niederösterreich aus der Ybbs geborgen. Unter den Fundstücken waren laut Aussendung des Verteidigungsministeriums vom Donnerstag u.a. zehn Granatpatronen, zwei Panzerabwehrrohre sowie zwei Pistolen aus dem Zweiten Weltkrieg.

Im Rahmen eines Taucheinsatzes in Waidhofen a.d. Ybbs wurden seit Dienstag rund 2.000 Meter des Flusses abgesucht. Die Ybbs wies in diesem Bereich eine Tiefe von rund acht Metern auf. Der Entminungsdienst war vom Magistrat der Statutarstadt angefordert worden, nachdem in diesem Jahr bereits vier mal so viele Fundmeldungen wie im Jahr 2013 eingegangen waren.

Aufgabe des Entminungsdienstes ist es, aufgefundenes Kriegsmaterial bis 1955 zu identifizieren und fachgerecht abzutransportieren oder gegebenenfalls vor Ort zu sprengen. Aufgrund des warmen und schneearmen Winters war 2014 ein einsatzreiches Jahr. Bisher ist der Entminungsdienst in diesem Jahr schon 850 Mal zu einem Einsatz gerufen worden, 430 Mal in Niederösterreich, 2013 waren es knapp unter 1.000.

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