Lebenslang für Sex-Täter

Mordversuch

Lebenslang für Sex-Täter

Der 25-Jährige wurde schuldig gesprochen, zwei junge Frauen in Sachsen und Bayern mit Teppichmessern bedroht, im Kofferraum seines Autos verschleppt und anschließend vergewaltigt zu haben. Eines der Opfer entführte der Mann zu Weihnachten 2008 zunächst nach Niederösterreich, wo er gelebt hatte, und ließ die 16-Jährige schließlich in Linz frei.

Ein drittes Opfer hatte sich so gewehrt, dass er es laufen ließ. Eine der vergewaltigten Frauen, eine 18-Jährige, stürzte der Mann zudem von einer Brücke im Landkreis Leipzig in den eiskalten Fluss Mulde. Nach Überzeugung der Kammer habe er gewollt, dass die junge Frau stirbt, sagte der Vorsitzende Richter Hans Jagenlauf.

Die Serie der Verbrechen hatte am 20. Dezember vergangenen Jahres begonnen. Der bis dahin unbescholtene 25-Jährige entführte das 18 Jahre alte Opfer, vergewaltigte es und stürzte die Frau dann im Dunkeln von der Brücke. Der Mann hatte vor Gericht alle Taten zugegeben, aber vehement bestritten, dass er die 18-Jährige töten wollte. Richter Jagenlauf sagte dagegen, wer jemanden zur Winterszeit in einen Fluss werfe, ohne zu wissen, was das Opfer dort erwartet, nehme den Tod nicht nur billigend in Kauf, sondern beabsichtige diesen sogar. Dass die junge Frau den Sturz körperlich fast unverletzt überstand und sich in ihrer mit Wasser vollgesogenen Winterkleidung aus dem Fluss retten konnte, sei wohl Schutzengeln zu verdanken.

"Massive kriminelle Energie"
Das Gericht hielt dem Mann vor, eine "massive kriminelle Energie" an den Tag gelegt zu haben. Nach der ersten Vergewaltigung suchte er sich zwei weitere Opfer. Eine 17-Jährige entkam, eine 16-Jährige verschleppte er am Heiligen Abend von Regensburg in den niederösterreichischen Bezirk Amstetten. Die jungen Frauen, die im Leipziger Landgericht ausgesagt hatten, seien noch immer schwer traumatisiert. Der Angeklagte habe "das Leben von Opfern und Angehörigen zerstört", sagte Jagenlauf. Etwas anderes als lebenslang komme für den 25-Jährigen nicht infrage. Die Verteidigerin kündigte Revision an.

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