Missen-Vermittlerin aus U-Haft entlassen

ÖSTERREICH-Interview

© Diana, Carmen, Heni: Alle drei wurden als Callgirls vermittelt

Missen-Vermittlerin aus U-Haft entlassen

Fast zwei Jahrzehnte war die Waldviertlerin Cornelia S. (44) eine Art Cash-Cow im Missen-Geschäft. Bei Schönheitsbewerben (von Miss Austria bis zu Queen of the World) sorgte die ehemalige Sprachenstudentin für Werbeverträge, Preise und Sponsoren. Jetzt geriet die Managerin ins Zwielicht, weil sie nebenbei auch schöne Mädchen für Sex-Jobs rund um den Globus vermittelt haben soll. Fünf Wochen saß Cornelia S. in U-Haft. Freitag kam sie frei. Das erste Interview.

ÖSTERREICH: Haben Sie einen weltweiten Callgirl-Ring aufgezogen und für Missen 2.000 Euro pro Nacht verlangt?

CORNELIA S.: Der Verdacht ist furchtbar, aber falsch. Richtig ist, dass ich Mädchen für Fotoaufnahmen, PR-Jobs oder Partys vermittelt habe – etwa für die Eröffnung einer Armani-Boutique in Dubai. Von Sex-Escort weiß ich nichts. Die meisten Girls kenne ich ja nicht einmal, sondern habe sie bei Miss-Lizenznehmern gebucht.

ÖSTERREICH: Wie viele Anfragen gab’s denn so?

Conelia S.: So zwei im Monat.

ÖSTERREICH: Laut Polizei wurden manche Mädchen zu Sex gezwungen.

CORNELIA S.: Noch einmal: Ich habe damit nichts zu tun. Aber ich glaube das nicht, weil sich viele Girls aus freien Stücken verkaufen. Zum Beispiel habe ich einmal ein US-Playmate auf die Jacht eines Libanesen vermittelt. Der hat sie aber gleich wieder weggeschickt, weil sie ein Junkie war. Daraufhin hat das Mädchen das Boot belagert, weil sie unbedingt den Auftrag wollte.

ÖSTERREICH: Es gab schon einmal einen üblen Sexskandal mit zwei ihrer Missen an der Cote d’Azur.

CORNELIA S.: Die hat damals ein Mann namens Franz H., der sich bei einer Miss-Wahl einschlich, in die Falle gelockt. Ohne mein Wissen. Das ist aktenkundig.

ÖSTERREICH: Bewegen Sie sich viel unter reichen Lustmolchen?

CORNELIA S.: Ich geh fast nie aus, lebe im Waldviertel und liebe die frische Luft. Mittelpunkt meines Lebens ist meine siebenjährige Tochter, mit der ich heute noch in einem Bett schlafe.

ÖSTERREICH: Wie waren die letzten fünf Wochen?

CORNELIA S.: Unbeschreiblich. Ich war mit einer Kindermörderin in der Zelle.

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