Mordversuch - Räuber zeigt Sheriff an

Linzer Bankräuber

© Schwarzl

Mordversuch - Räuber zeigt Sheriff an

Donnerstag flatterte der Staatsanwaltschaft St. Pölten die wohl skurrilste Anzeige des Jahres ins Haus: Bankräuber Christian L. (23), der vor zwei Wochen mit seinem Bruder Alexander (26) eine Raika in Blindenmarkt überfallen hat und dabei von einem Security angeschossen wurde, lastet dem Schützen Andreas G. zweifachen Mordversuch an.

Vorwürfe.
Was wie ein Scherz klingt, könnte dem Beschuldigten (es gilt die Unschuldsvermutung) das Lachen für lange Zeit verderben. Denn der Kern der Vorwürfe ist bitter ernst.

Konkret behauptet Christian L., er sei bereits auf der Flucht gewesen. Andreas G. (39), in seinem früheren Berufsleben Polizist, habe ihn vor dem Ausgang der Bank erwartet: „Ich hatte meine gesicherte Waffe bereits in der Umhängetasche und zog mir die Maske vom Gesicht. Da schrie er ,Halt, Polizei!‘ und schoss sofort in meine Richtung.“ Der 23-Jährige wurde in den Rücken getroffen und ließ sich ins Fluchtauto fallen, das sein Bruder lenkte.

Pistolero.
Was dann geschah, klingt wieder nach Wildwest: Denn Andreas G. soll gezielt auf den Wagen geballert haben – erst von vorne und dann hintennach. „Wir hatten unwahrscheinliches Glück“, so der Räuber, „dass wir nicht getroffen wurden.“ Nachsatz: „Er schoss mit dem Vorsatz, uns zu töten.“ Christian L. (vertreten von Topanwältin Irmtraud Oraz) stellt den Antrag, den Pistolero anzuklagen.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Live auf oe24.TV 1 / 9

Top Gelesen 1 / 5

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen