Nach Crash: 5 Stunden Stau auf A1

2 Spuren gesperrt

© Stamberg

Nach Crash: 5 Stunden Stau auf A1

„Plötzlich hat mein Wagen einen mächtigen Satz nach vorne getan“, schildert Manfred M. (40) die Sekunden des Aufpralls. An mehr erinnert sich der Asfinag-Lenker nicht.

21 Tonnen Katzenstreu
Der Rumäne Toni H. (47) pilotierte seinen Sattelzug voll Katzenstreu Richtung Wien. Kurz vor der A 1-Abfahrt Haag passierte sein Brummi zwei blinkende Sicherungswagen der Asfinag, die am Pannenstreifen unterwegs waren. Den dritten, dreiachsigen Asfinag-Lkw auf der ersten Fahrspur, hat Toni H. übersehen. Das gab er später auch zu Protokoll. Die drei Fahrzeuge des Straßenerhaltes sicherten eine vorausfahrende Kehrmaschine, die den Pannenstreifen – wie jedes Frühjahr – vom Winterstreugut säuberte. Und dann ging alles blitzschnell.

Aufgefahren
Ungebremst krachte der Schwertransporter mit mindestens 80 Stundenkilometern in das Heck des Asfinag-Lasters. Die Wucht des Anpralls bohrte den Kipper tief in die Fahrerkabinenfront des Bulgaren. Der Aufleger geriet ins Schleudern, seine Seitenwände platzten und etliche der geladenen 21 Tonnen Katzenstreu ergossen sich über die drei Fahrbahnen der West.

Unverletzt
„Ein Beifahrer hätte den Crash nicht überlebt“, weiß ein Augenzeuge. Doch Lenker Toni H. hatte Glück – völlig unverletzt entstieg er, wenn auch schlotternd, seiner demolierten Zugmaschine. „Die Nerven – und der Schock“, meinte er nur und fragte nach dem Zustand des abgeschossenen Berufskollegen. Der wurde indes verarztet und mit Verdacht auf Peitschenschlagsyndrom ins Amstettner Spital gebracht, mittlerweile nach ambulanter Behandlung in häusliche Pflege entlassen.

Sperre und Stau
Um den Verkehr wieder flottzukriegen, arbeitete die Feuerwehr auf Hochtouren. Sie barg die Fahrzeuge, das verstreute Ladegut. Trotzdem: Die West war hier bis 13 Uhr nur auf einer Fahrspur passierbar.

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