Nun ermittelt der Staatsanwalt

Gasexplosion in NÖ

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Nun ermittelt der Staatsanwalt

Nach der Gasexplosion in einem Bauernhaus in Hagenbrunn (Bezirk Korneuburg) vom Freitag laufen Ermittlungen hinsichtlich fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen. Wie Friedrich Köhl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg, mitteilte, werden Erhebungen gegen Unbekannt geführt. Es gibt noch keinen konkreten Verdächtigen.

Explosives Gemisch
Laut Chefinspektor Rudolf Scheidl ist die Schuldfrage nach wie vor unklar. Nähere Erkenntnisse sollen in etwa einer Woche vorliegen. Als Ursache für die tödliche Gasexplosion dürfte eine zum Haus führende defekte Abzweigung der Hauptgasleitung gelten. Aus dieser sei über einen längeren Zeitraum Erdgas ins Mauerwerk des Hauses gelangt. Als es ein explosives Gemisch erreichte, genügte ein Funke, es kam zur Detonation. Das Haus sackte in sich zusammen, eine 59-jährige Frau starb, ihr Ehemann wurde schwer verletzt.

EVN und Wienstrom
Die EVN sei laut Exekutive für die Gasleitung zuständig, Wienstrom für eine Elektroleitung, die über der Gasleitung neu verlegt wurde. Hierbei könnten im Zuge der Arbeiten Vibrationen verursacht worden sein, die wiederum Beschädigungen an der Abzweigung der Gasleitung verursacht haben könnten.

Aufräumarbeiten
Eine Firma hat die Aufräumarbeiten am Unglücksort übernommen, sagte Bürgermeister Ernst Fischer am Montag. Die ebenfalls im Ort ansässigen Kinder der Opfer (ein Sohn und zwei Töchter) seien dabei, um in den Trümmern gefundene Schriftstücke, Dokumente oder persönliche Gegenstände zu sichten. Die Aufräumarbeiten werden weiters von einem Bausachverständigen begleitet - es geht für die örtliche Baubehörde auch darum, eine etwaige Gefährdung der durch die Gasexplosion in Mitleidenschaft gezogenen angrenzenden Objekte zu prüfen. So sind zum Beispiel alle umliegenden Gebäude durch gesprungene Fensterscheiben beschädigt.

Solidarität im Ort
Die Familie sei im Ort bestens bekannt und angesehen, zeigte sich Fischer von dem Unglück tief betroffen. Er sprach von einer Welle der Solidarität in der Bevölkerung. Jeder wollte und wolle helfen - und stehe der Tragödie doch ohnmächtig gegenüber.

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