Platter stellt sich hinter Beamte

Schüsse auf S1

© APA/Polizei

Platter stellt sich hinter Beamte

"Es kann nicht sein, dass die tägliche Arbeit der Polizisten schlecht gemacht, angezweifelt und in den Dreck gezogen wird. Diese Polizisten setzen mitunter ihr Leben für unsere Sicherheit aufs Spiel." Mit diesen Worten hat sich Innenminister Günther Platter am Donnerstag hinter jene Beamten gestellt, die am vergangenen Wochenende auf der Wiener Außenring-Schnellstraße (S1) eine rumänische Bande gestellt, bei einem Fluchtversuch einen der Verdächtigen getötet und die beiden anderen ebenfalls getroffen und verletzt hatten.

Beamte mussten innerhalb von Sekunden entscheiden
"Speziell in solchen Situationen müssen Polizisten binnen Sekunden entscheiden, binnen Sekunden handeln. Es handelt sich bei der Tätergruppe keinesfalls um Unbescholtene oder Kleinkriminelle, sondern um eine gefährliche Gruppe, die zahlreiche Raubüberfälle begangen hat", sagte Platter. Er sei "stolz auf meine Polizei, wenn es gelingt, international tätige Verbrecherbanden zu fassen".

Der Innenminister warnte davor, "Polizisten in ihrer täglichen Arbeit zu verunsichern". Platter: "Ob die Personen im aktuellen Fall Waffen bei sich hatten oder nicht, konnten die Polizisten nicht wissen. Eines darf man nicht außer Acht lassen: Es hat bereits im Vorfeld Hinweise darauf gegeben, dass diese Leute Waffen bei sich haben könnten. Selbstverständlich wird jedoch jeder Schusswaffengebrauch bei der Polizei - auch zum Schutz der Beamten - untersucht."

Polizei bittet um Hinweise
Die Polizei hat mittlerweile die Fotos der beiden verhafteten Täter veröffentlicht und ersucht um Hinweise, wer die Verdächtigen beobachtet hat . Hinweise sind an das Landeskriminalamt NÖ unter Tel. 059133 / 303333 erbeten.

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(c)APA/Polizei

BZÖ steltl sich "schützend" hinter die Beamten
BZÖ-Chef Peter Westenthaler hat heute, Donnerstag, das Verhalten der österreichischen Exekutivbeamten an der S1 vergangenen Samstag verteidigt. Bei einer Pressekonferenz in Wien erklärte er, dass es legitim gewesen sei, von der Schusswaffe Gebrauch zu machen, da es sich bei den Rumänen um "schwere Kriminelle" gehandelt habe. Das BZÖ würde sich schützend vor die Beamten stellen, betonte Westenthaler.

Kriminelle Banden sollten über die Grenzen Österreichs hinaus sehen, dass mit "unseren" Exekutivbeamten "nicht gut Kirschen essen ist", stellte Westenthaler fest. Es könne nicht sein, dass nun eine "Opfer-Täter-Umkehr" passiere, sagte der BZÖ-Klubobmann und ergänzte: "Solche Beamten braucht das Land."

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