Security schießt auf Bankräuber Security schießt auf Bankräuber Security schießt auf Bankräuber Security schießt auf Bankräuber Security schießt auf Bankräuber

Angeschossen

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© Schwarzl/TZ ÖSTERREICH

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Security schießt auf Bankräuber

Die Chronologie der spektakulären Ereignisse: Um 16.50 Uhr kam der letzte Kunde des Tages in die Raika-Filiale von Blindenmarkt bei Melk.

karte Grafik (c) TZ ÖSTERREICH

Es war Josef G., der Vater eines Bankangestellten. Als er hinein zu seinem Sohn ging, wurde der Mann plötzlich von einer schwarz vermummten Gestalt überholt, die seinem Sohn, der hinter dem Schalter saß, die Pistole an den Hals setzte und schrie: "Geld her! Überfall!“

tatort_apa Der Tatort / (C) APA

Diese Szene wurde vom 39-jährigen Security, der sich im Direktionszimmer der Bank aufhielt, beobachtet. Der Sicherheitsmann wurde übrigens nur deshalb für diesen einen Tag engagiert, weil vor genau einem Jahr dieselbe Bank schon einmal (während draußen die Krampusse vorbeizogen) Schauplatz eines Überfalls war.

Der Sicherheitsmann brüllte: „Stehenbleiben!“
Der Security jedenfalls fackelte nicht lange. Als der ganz in Schwarz gekleidete Verbrecher mit der Beute gerade die Bank verlassen wollte, heftete sich der Sicherheitsmann an seine Fersen und rief im Foyer: "Stehengeblieben!“

Die Antwort war eine Kugel aus der Waffe des Bankräubers, der den Security nur um Haaresbreite verfehlte. Zum Glück wurden keine weiteren Personen in der Bank durch einen Querschläger getroffen. Denn auch der Security zückte seinerseits (noch in der Filiale) die Waffe und traf besser - nämlich den Täter mit einem glatten Durchschuss in die Brust.

Schwer verletzt lief der Gangster zum Fluchtwagen, der in 500 Metern Entfernung samt Fluchtfahrer in einem dunklen Eck wartete. Gangster und Security feuerten im Laufen weiter aus vollen Rohren.

Die Täter rasten ohne Licht mit ihrem schwarzen Opel Zafira weg und überfahren den Security beinahe, der zur Seite hechtet.

Waffenarsenal
In dem Wagen stellten die Kriminalisten schließlich eine Glock- und eine tschechische CZ-Pistole sowie eine Scorpion-MP sicher, berichtete der Polizeioffizier. Dazu fanden sich etwa 300 Stück Munition in dem Pkw.

Duo auf Autobahn-Parkplatz geschnappt
Szenenwechsel ins Gasthaus "Zur Goldenen Sonne“, vis a vis der Raika. Harald Schwarz, der bei einem Bier saß, wurde unvermittelt ins Geschehen involviert: „Ein Mann kam rein. Atemlos. Er war Zeuge in der Bank gewesen. 'Rufen Sie die Polizei‘, verlangte er. Ich hab’s getan."

Bankräuber sind Brüder
Soviel weiß man bisher über die Täter: Die Burschen sind Brüder und kommen aus Linz; der jüngere, der eine Kugel in die Brust abbekam, ist Christian L. (23), der andere Alexander L. (26). Beide haben keine Beschäftigung und sind „von Beruf Bankräuber“, wie ein Kriminalist anmerkt. In ihrem Opel Zafira mit gestohlenem Kennzeichen lagen eine MP und zwei Pistolen. Wenn sie genug Geld (erbeutet) haben, fahren sie immer für ein Jahr lang nach Thailand.

Auf einem nahen Autobahnparkplatz der A 1 legte das Duo derweil verletzungsbedingt eine Pause ein, als sie auch schon von einer Polizeistreife bemerkt und einkassiert wurden. Die beiden Bankräuber ergaben sich diesmal ohne Widerstand. Wie in der Nacht bekannt wurde, sind die beiden Gangster Österreicher aus Linz. Und sie haben bereits Coups in Oberösterreich, Niederösterreich und vielleicht auch in Wien begangen.

Der angeschossene Täter Christian L. (23) wurde im Halbgesperre des Landesklinikums Krems notoperiert, sein Komplize und Bruder Alexander kam ohne Umwege in die Polizeihaft.

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