So könnte Julia Kührer heute ausschauen So könnte Julia Kührer heute ausschauen

Neues Foto

 

© Bundeskriminalamt

So könnte Julia Kührer heute ausschauen

Im Fall der seit 2006 abgängigen Niederösterreicherin Julia Kührer hat das Institut für Anthropologie der Universität Freiburg ein Foto erstellt, wie die Vermisste heute - mehr als vier Jahre nach ihrem Verschwinden - aussehen könnte. Das mit dem sogenannten Altersmorphing erstellte Bild hat auch bereits einige neue Hinweise gebracht, wie der Sprecher des Bundeskriminalamts (BK), Alexander Marakovits, am Mittwoch sagte.

Markanter Schlüsselbund
Neue Ermittlungsansätze versprechen sich die Fahnder auch von einem speziellen Schlüsselbund und von einem Besuch des Donauinselfests, den Julia Kührer drei Tage vor ihrem Verschwinden absolviert hat.

Leuchtend gelb: Dieser Schlüsselbund gehörte Julia Kührer, (c) BKA

"Es gibt dabei bestimmte Hinweise, die für den Fall wichtig sein könnten", so Marakovits. Die damals 16-Jährige hielt sich am 24. Juni 2006 am Donauinselfest im Bereich der Planet Music-Bühne auf. "Es ist nicht auszuschließen, dass sie dort jemanden kennengelernt hat", sagte Marakovits. Drei Tage später - am 27. Juni 2006 verschwand das Mädchen. Das Bundeskriminalamt sucht nun Zeugen, die Kührer am Donauinselfest gesehen haben. Interessant sind vor allem Angaben, ob sie dabei jemand getroffen hat und, wenn ja, wen.

Vielversprechend ist für die Ermittler auch ein Schlüsselbund mit gelbem Anhänger, den die 16-Jährige bei sich hatte. Der Anhänger wurde in der Hauptschule eigens für sie gefertigt. Für alle anderen Schüler wurde er in Rot oder Blau hergestellt, lediglich Julias Schlüsselbund hat einen knallgelben Anhänger aus Hartplastik. "Vielleicht ist der Schlüssel auf einem Fundamt gelandet und konnte bisher nicht zugeordnet werden, oder jemand hat den bei sich", meinte der BK-Sprecher.

Über 100 Hinweise
Bisher haben die Ermittler mehr als 100 Hinweise bearbeitet. "Diese haben allerdings alle nicht zu einem konkreten Aufenthaltsort geführt", betonte Marakovits. Neben Sichtungen im nördlichen Waldviertel habe es eine auffallende Häufung auf bestimmte Plätze in Wien gegeben. Das waren vor allem der Karls- und der Schwedenplatz, die Bahnhöfe Praterstern, Wien-Mitte und Hütteldorf. Dass dies auch Hotspots der Drogenszene sind, sagte der BK-Sprecher nicht. Es gab jedenfalls keine Hinweise vor ihrem Verschwinden aus Pulkau in Niederösterreich auf Suchtgiftmissbrauch.

Das Bundeskriminalamt ersucht um Hinweise zu Julia Kührer unter der Telefonnummer 01-24836/85025 DW. Die Angaben werden auf Wunsch auch vertraulich behandelt.

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