Nach Coup

© BPK Tulln

"So zockten mich die Trickdiebe ab"

Das diebische Pärchen trat seriös und selbstbewusst auf. Perfekt lenkten die beiden die Verkäuferin im Tullner Juweliergeschäft von Markus Urban ab. Sie ließen sich Schmuckstücke zeigen, äußerten Wünsche, stellten Fragen und waren dabei immer freundlich und höflich. Gekauft haben sie schlussendlich nichts, trotzdem fehlte, nachdem sie das Geschäft verließen, ein teurer Armreifen aus Weißgold, besetzt mit 74 Brillanten. Wert: 23.500 Euro. Seitdem fehlt auch von den Trickdieben jede Spur.

Geschäft unterbesetzt
Markus Urban kann den Diebstahl noch gar nicht fassen: „Es kommt höchstens einmal im Jahr vor, dass mein Geschäft personell unterbesetzt ist. Die haben das sofort schändlich ausgenützt.“ Urban erfuhr vom Diebstahl im Ausland, er war am Rückweg von einer Schmuckmesse.

Armreifen zerlegt
Dass der wertvolle Armreifen je wieder auftaucht, ist eher unwahrscheinlich: „Das waren Vollprofis, der Reifen ist längst zerlegt, die Steine herausgebrochen, das Weißgold eingeschmolzen.“ Die ungefassten Steine hinterlassen am Schwarzmarkt kaum Spuren: „Höchstens durch den Schliff könnten sie, beim Versuch sie zu verkaufen, einem Juwelier oder Händler auffallen.“

5.000€ Ergreiferprämie
Markus Urban meldete den Diebstahl auch in der Juwelier-Innung und dort erfuhr er wenig Ermutigendes. Das Pärchen zieht mit immer gleichem Trick eine Spur durch Österreich. Im November und Dezember 2009 hatten sie einen Juwelier in Oberösterreich bestohlen. Damaliger Schaden: 17.000 Euro.

Wer kennt Pärchen? Markus Urban hat 5.000 Euro Ergreiferprämie für Hinweise zu den Trickdieben ausgesetzt.

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