Spektakuläre Verfolgungsjagd der Polizei

Mit 170 km/h

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Spektakuläre Verfolgungsjagd der Polizei

Nach einer spektakulären Verfolgungsjagd durch das Weinviertel hat die Polizei, am Dienstag, zwei mutmaßliche Diebe festgenommen. Laut NÖ Sicherheitsdirektion waren die Verdächtigen in einem Fahrzeug mit tschechischem Kennzeichen von Hollabrunn mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Staatsgrenze geflüchtet.

Flucht nach Ladendiebstahl
Im Zuge der Fahndung nach einem Ladendiebstahl versuchte zunächst die Polizei in Hollabrunn, den Wagen anzuhalten, was der Lenker aber ignorierte. Als im Ortsgebiet von Guntersdorf eine andere Streife den Pkw stoppen wollte, fuhr der Mann - seinen eigenen späteren Angaben zufolge - mit 140 km/h auf den Beamten zu, worauf sich dieser mit einem Sprung an den Straßenrand rettete.

Mit 170 km/h Richtung Tschechien
Mit einer festgestellten Geschwindigkeit von 170 km/h fuhren die mutmaßlichen Täter in der Folge weiter in Richtung Tschechien, wobei sie sämtliche Verkehrsregeln missachteten, Sperrflächen überfuhren, Kreisverkehre gegen die Fahrtrichtung befuhren und riskante Überholmanöver durchführten. Entgegenkommende Lenker mussten ihre Fahrzeuge auslenken bzw. heftig abbremsen, um nicht mit dem flüchtenden Wagen zusammen zu stoßen.

Kollission und Festnahmen
Schließlich kam es dann zu einer Kollision, worauf die Verdächtigen aus ihrem beschädigten Auto sprangen und zu Fuß flüchteten. Sie wurden jedoch noch auf österreichischem Staatsgebiet eingeholt und schließlich - trotz heftiger Gegenwehr - festgenommen. Dabei erlitt ein Polizist eine Rissquetschwunde und Prellungen an der Hand.

Die Tschechen (21 und 24) verhielten sich der Aussendung zufolge dann auch auf der Polizeidienststelle Hollabrunn äußerst aggressiv und renitent. Sie wurden über gerichtliche Weisung in die Justizanstalt Korneuburg überstellt. Am Dienstkraftwagen entstand ein Schaden von 3.000 Euro.

Es hagelte Anzeigen
Im Fluchtfahrzeug wurden Parfüms, Kosmetika und Haushaltswaren sichergestellt, die Diebstählen in den Bezirken Mistelbach und Hollabrunn zugeordnet wurden. Die beiden Tschechen wurden wegen gewerbsmäßigem Diebstahl, schwerer Körperverletzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt angezeigt. Überdies besaß der Lenker keinen Führerschein.

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