Spitz an der Donau ist

Fall Hirtzberger

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Spitz an der Donau ist "fassungslos"

Ein kleiner Traktor samt Anhänger, rustikale Tische und Sesseln im Garten: An und für sich idyllisch stellt sich das Anwesen des Hauptverdächtigen im Fall Hirtzberger dar. Räumlichkeiten von dem knapp 56-jährigen Helmut Osberger wurden am Donnerstag, einen Tag nach der Verhaftung des Beschuldigten, von Ermittlern durchsucht. Rund zehn Beamte waren im Restaurant und der Vinothek "Klosterhof" in Spitz an der Donau (Bezirk Krems).

"Klosterhof anno 1231" - Verkostung von 300 Spitzenweinen: Dies ist vor dem Restaurant zu lesen. Am Tag nach der Verhaftung des Hauptverdächtigen wurde dort aber nichts konsumiert. Absperrbänder waren montiert, Polizisten durchsuchten das Anwesen. Ohnehin würde die Vinothek in der Kremser Straße 1 ihre Pforten erst wieder Ende April dieses Jahres öffnen, Grund ist die Wintersperre. Dasselbe gilt auch für das gegenüberliegende malerische "Hotel Mariandl", das auch geschlossen hält. Der "Klosterhof" liegt an einem Donauradweg, nach Melk sind es noch 16 Kilometer Strecke.

"Ich hätte ihm das nie zugetraut"
In der Gemeinde Spitz an der Donau war der Fall Hirtzberger am Donnerstag "das" bestimmende Thema. "Ich hätte ihm das nie zugetraut", sagte eine Passantin in Richtung des Hauptbeschuldigten. Sie habe Osberger gekannt und sei "fassungslos". Ebenso ein Arbeiter, der nur einige Meter vom "Klosterhof" entfernt sein Tagwerk verrichtete. "Sprachlos, mehr kann ich nicht sagen", so der Mann.

Kritische Mitbürger
Auch die Pläne, wonach der Hauptverdächtige ein Thermalhotel auf seinem Grundstück geplant habe, dürften der Gemeinde nicht entgangen sein. Ein Pensionist äußerte sich dazu kritisch: Osberger habe nicht einmal das "Gasthaus erhalten können". Wie hätte "der ein Hotel betreiben" sollen, stellte der Mann in den Raum.

"Man kann nur beten und hoffen"
Der Mann meinte, seine Gedanken würden nun dem vergifteten Bürgermeister Hannes Hirtzberger gelten. Hinsichtlich des kritischen Gesundheitszustands des Opfers meinte der Pensionist: "Man kann nur beten und hoffen".

Schockiert zeigte man sich auch in Krems. Der aufsehenerregende Fall Hirtzberger war auch dort Tagesgespräch rund um das Landesgericht.

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