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Toter Asylwerber in Traiskirchen

Bakterielle Meningitis

Toter Asylwerber in Traiskirchen

Ein Asylwerber des Erstaufnahmezentrums Traiskirchen ist an ansteckender Gehirnhautentzündung gestorben. Bei dem Mann handelt es sich um einen 35-Jährigen aus Somalia, der vor einer Woche nach Österreich gekommen war. Der Asylwerber hatte die Identität mit einem anderen Flüchtling getauscht, berichtete das Innenministerium.

Ersten Annahmen nach handelte es sich bei dem Opfer der ansteckenden Gehirnhautentzündung um einen ebenfalls aus Somalia stammenden 24-Jährigen Mann, der sich bereits seit Ende Juni in Österreich aufgehalten haben soll. Aufgrund der Melde- und Mitwirkungspflicht zu Beginn des Aufenthalts dürfte dieser aber mit seinem Landsmann die Identitätskarte getauscht haben, hieß es aus dem Innenministerium, woraufhin es zu der Verwechslung gekommen sei.

So sieht es im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen aus:

Video zum Thema So sieht es in Traiskirchen aus

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Bakterielle Meningitis
Der Asylwerber war vor zwei Tagen ins Landesklinikum Baden eingeliefert worden. Von dort wurde er in ein Krankenhaus nach Wien überstellt, wo er am Donnerstag gestorben ist.

Alle der derzeit etwa 1.300 Bewohner und die rund 200 Beschäftigten werden nun mit Tabletten behandelt.

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Prophylaxe
Das Innenministerium hat in der Causa bereits Kontakt mit dem Gesundheitsministerium aufgenommen. Da die Krankheit ansteckend ist, bekommen nun alle Asylwerber in dem Erstaufnahmezentrum eine Prophylaxe in Form von Antibiotika. Die Medikamente werden noch heute im Laufe des Nachmittags nach Traiskirchen geliefert, teilte das Gesundheitsressort mit. Bis dahin dürfen die Asylwerber das Erstaufnahmezentrum nicht verlassen. Sobald sie die Medikamente eingenommen haben, bestehe aber aus medizinischer Sicht keine Ansteckungsgefahr mehr.

Linzer Kaserne rückt als Asyl-"Zwischenlösung" näher
Die Hillerkaserne in Linz-Ebelsberg ist am Donnerstag als "Zwischenlösung" zur Unterbringung von Asylwerbern vom Innenministerium näher gerückt. Nach einer Besichtigung durch Beamte von Innen- und Verteidigungsministerium wurde das Objekt als geeignet eingeschätzt. Scheitern könnte das Vorhaben am Linzer Bürgermeister.

Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) hatte die Liegenschaft des Bundesheeres, die in den kommenden Jahren verkauft werden soll, ins Rennen gebracht, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) umgehend Interesse angemeldet. Probleme dürfte es nach einer ersten Besichtigung Donnerstagnachmittag nicht geben: Jene Räume, die noch militärisch genutzt werden und etwa Waffen beherbergen, könnten räumlich abgetrennt, ein eigener Zugang für die Asylwerber eingebaut werden.

Land kauft Kaserne Oberwart
Die burgenländische Landesregierung beschloss, dass sich das Land am Ankauf des Kasernenareals Oberwart beteiligt. Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) hatte zuvor in der Asyl-Debatte vorgeschlagen, die beiden leer stehenden Kasernen in Oberwart und Pinkafeld zu kaufen.


 

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