Über 100 Personen im Inzest-Fall befragt Über 100 Personen im Inzest-Fall befragt

Ermittlungen

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Über 100 Personen im Inzest-Fall befragt

Mehr als 100 Personen sind bisher im Zusammenhang mit dem Inzest-Fall in Amstetten befragt worden. Dies teilte Gerhard Sedlacek, Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten, am Samstag mit. Er schilderte außerdem Details zur geplanten Einvernahme von E., die in den ersten beiden Juli-Wochen stattfinden soll. Sie werde in einem separaten Raum befragt werden, räumlich getrennt von Staatsanwaltschaft und Verteidigung.

Videoübertragung
Die 42-Jährige werde kontradiktorisch einvernommen und dabei von einem Richter in einem eigenen Zimmer befragt. In einem anderen Raum sollen sich die zuständige Staatsanwältin Christiane Burkheiser und der Anwalt vom Tatverdächtigen befinden. Per Videokonferenzschaltung sollen dann die Aussagen von E. übertragen werden. So sei allen die Möglichkeit gegeben, Fragen zu stellen, erläuterte Sedlacek.

Auch der Tatverdächtige Josef F. dürfe bei dieser Befragung dabei sein. Wenn dies der Fall sei, werde er sich aber in jenem Raum mit Staatsanwaltschaft und Verteidigung aufhalten. So wird verhindert, dass Elisabeth F. dem Verdächtigen begegnet. Die Aussagen der 42-Jährigen könnten dann in einem Prozess gegen den 73-Jährigen per Videoaufzeichnung eingespielt werden, falls die Tochter des Beschuldigten dann nicht noch einmal aussagen wolle, so Sedlacek.

Auch Kinder von E. werden befragt
Geplant sei auch, die Kinder von E. zu befragen. Ein genauer Zeitplan stand aber noch nicht fest, so Sedlacek. Josef F. sei von der in dem Fall zuständigen Staatsanwältin Burkheiser bisher zwei Mal einvernommen worden.

Am 27. April war in Amstetten bekanntgeworden, dass der 73-jährige Josef F. seine Tochter 24 Jahre lang in einem Verlies eingesperrt und sexuell missbraucht hatte. Während der Gefangenschaft zeugte der Mann mit seiner heute 42-jährigen Tochter sieben Kinder. Eines von ihnen starb nach der Geburt. Das Baby hat der Mann angeblich in einem Holzofen verbrannt. Josef F. hat sich weitgehend geständig gezeigt. Ein Prozess gegen den Verdächtigen, der sich in Untersuchungshaft befindet, soll noch in diesem Jahr stattfinden.

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