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"Urlauber" überfielen vier Supermärkte

Ein als Urlauber getarntes Quartett aus Litauen hat seit Anfang Juni vier Supermärkte in Niederösterreich überfallen. Nach einem Coup in Stockerau (Bezirk Korneuburg) am vergangenen Samstag wurden die Männer in Stronsdorf (Bezirk Mistelbach) angehalten und festgenommen. Sie waren nach Polizeiangaben mit einem in ihrer Heimat angemieteten Campingbus unterwegs. Die Beschuldigten sind in Haft.

Auf das Konto der Balten im Alter von 20 bis 26 Jahren gehen laut Landeskriminalamt NÖ die Überfälle auf Penny-Märkte in Aspang (Bezirk Neunkirchen) am 2. Juni, in Kirchberg am Wagram (Bezirk Tulln) fünf Tage später, in St. Pölten am 21. Juni sowie zuletzt in Stockerau. Die Gesamtbeute betrug 75.000 Euro. Den Ermittlungen zufolge waren die Beschuldigten jeweils aus Litauen nach Niederösterreich gereist, um die Coups zu verüben, sagte Chefinspektor Josef Deutsch vom Landeskriminalamt am Mittwoch in einer Pressekonferenz.

In zwei Fällen hatten die Verdächtigen auch die Autos von Angestellten geraubt und für ihre Flucht benützt, ehe sie in den Campingbus umstiegen. Die Fahrzeuge wurden aufgefunden.

Zielobjekte zuvor ausgespäht
Wie Deutsch ausführte, hatte das Quartett alle Tatorte einige Tage zuvor ausgekundschaftet. Die Angestellten der Penny-Märkte wurden jeweils zu Geschäftsschluss mit bis zu drei Faustfeuerwaffen bedroht und mit Kabelbindern gefesselt. In der Folge machten sich die Räuber an den Tresoren in den Geschäften zu schaffen. Dazu verwendeten sie ein Maurerfäustel.

Nach dem Coup in Stockerau hielten Beamte des Bezirkspolizeikommandos Mistelbach den Campingbus in Stronsdorf an. Weil die vier Insassen nervös reagierten, wurden sie genauer unter die Lupe genommen. Bereits aufliegende Phantombilder und in der Folge angefertigte Fotos der Verdächtigen führten zur Klärung der vier Überfälle. Bei Gegenüberstellungen mit Opfern wurden die Litauer wiedererkannt.

Landespolizeidirektor Franz Prucher strich in der Pressekonferenz heraus, dass die Beamten des Bezirkspolizeikommandos Mistelbach "entscheidenden Anteil" an der Klärung der Überfälle hätten. Wie es weiter hieß, wurden die Opfer der Überfälle teilweise leicht verletzt und mussten aufgrund der brutalen Vorgehensweise der Beschuldigten außerdem psychologisch betreut werden.

Polizei fand Beute
Die Beute des Coups in Stockerau fand sich noch in dem Camper, berichtete Ernst Schuch, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamts NÖ. Das Geld wurde ebenso in einem doppelten Boden unter dem Kühlschrank sichergestellt wie eine Tatwaffe, bei der es sich um eine Softgun handelt, weiters Kabelbinder, das Maurerfäustel sowie Handschuhe.

Die niederösterreichischen Kriminalisten ermitteln nun, ob das Quartett auch für weitere ähnlich gelagerte Überfälle infrage kommt. Diesbezügliche Erhebungen seien national wie international im Gang. Die hinsichtlich der vier Coups im Bundesland geständigen Litauer wurden in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.

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