Weitere Masernfälle in Niederösterreich und Tirol

Masern-Epidemie

Weitere Masernfälle in Niederösterreich und Tirol

Zwei weitere Masern-Fälle sind am Donnerstagabend in Tirol bekanntgeworden. Erkrankt sind eine 23-jährige Studentin und ein 24-jähriger Mann aus dem Bezirk Landeck. Es sei zu erwarten, dass sich die Masern auch in Tirol weiter ausbreiten, erklärte Landessanitätsdirektor Christoph Neuner.

Der junge Mann aus dem Bezirk Landeck wird zu Hause gepflegt. Dass es sich bei dem Ausschlag des 24-Jährigen um Masern handelt, wurde am Donnerstag im Labor bestätigt. Jetzt werden alle Familienmitglieder und Kontaktpersonen befragt. Da der Tiroler im Gastgewerbe tätig ist, dürfte der Personenkreis, der mit den Erregern in Kontakt gekommen ist, relativ groß sein. Die zweite Erkrankte befindet sich isoliert in einem Einzelzimmer im Krankenhaus in Zams. Die junge Frau wohnt in Imst und studiert in Innsbruck.

Niederösterreichischer Schüler
Auch in Niederösterreich besteht Verdacht. In Berndorf (Bezirk Baden) habe sich ein Zwölfjähriger mit dem Masernvirus infiziert, berichtete der "Kurier" am Donnerstag. Amtsärztin Gabriela Hasslinger von der Bezirkshauptmannschaft Baden meinte, Gewissheit gebe erst nach der Auswertung des Blutbefundes. Das Gutachten soll kommende Woche vorliegen.

"Ich hoffe, dass es keine Masern sind", so Hasslinger. Nach Bekanntwerden des Vorfalls sei in jener Schule, die der Bursch besucht, eine Impfaktion angeboten worden. 56 Kinder und vier Lehrer seien dabei gegen das Virus geimpft worden, bestätigte Hasslinger. Wo sich der Schüler angesteckt habe, sei nicht bekannt. Einen Zusammenhang mit der in Salzburg aufgetreten Masern-Epidemie schließe die Medizinerin laut "Kurier" aus.

Beruhigung in Salzburg
In Salzburg sind hingegen während dieser Woche kaum neue Masern-Erkrankungen aufgetreten. Bis Freitag wurden im gesamten Land Salzburg 181 Erkrankung registriert, in der Stadt Salzburg waren es 76. Freitag wurden ein neuer Fall in der Waldorf-Schule in der Stadt Salzburg und ein Verdachtsfall in St. Johann im Pongau gemeldet. "Wir sehen nicht die große Epidemie, sondern hoffen, dass wir den ersten Gipfel der Immunisierung gut überstiegen haben", sagte Landessanitätsdirektor Christoph König.

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