Wilderer: Schaden geht in die Millionen

Ermittlungen

Wilderer: Schaden geht in die Millionen

Der mutmaßliche Wilderer und Vierfach-Mörder von Annaberg (Bezirk Lilienfeld) hat Straftaten mit Schaden in Millionenhöhe angerichtet. Nach Angaben von Franz Polzer, Chef des Landeskriminalamtes NÖ, wurden Alois H. (55) bisher 20 Einbruchsdiebstähle zugeordnet, acht davon in jagdliche Objekte und mit Brandstiftung. 131 Schusswaffen im Anwesen des Mannes in Großpriel (Bezirk Melk), somit fast die Hälfte aller 305 sichergestellten, seien "eindeutig Diebesgut".

Polzer sprach am Freitag von acht Millionen Euro Schaden, von denen man bisher ausgehe. Es sei anzunehmen, dass die Marke von zehn Millionen überschritten werde. Der u.a. des Mordes an drei Polizeibeamten und einem Sanitäter am 17. September beschuldigte 55-Jährige, der seinem Leben selbst ein Ende gesetzt hat, habe demnach "Gehöriges zu verbergen" gehabt.

Einbrüche und Brandstiftungen

Auf das Konto des Wilderers gehen den Ermittlungen zufolge u.a. definitiv Einbrüche und Brandstiftungen im Schloss Steinbach in Göstling a.d. Ybbs (Bezirk Scheibbs) im Dezember 2002 und in einer Jagdvilla in Gutenstein (Bezirk Wiener Neustadt) im August 2004. Auch ein Jagdschloss in Altenmarkt bei St. Gallen im steirischen Bezirk Liezen hatte der Mann demnach - im Jahr 2007 - heimgesucht und dort einen Brand gelegt, merkte Polzer zu Fällen größeren Ausmaßes an.

Allein der Schaden in Göstling war seinerzeit mit etwa fünf Millionen Euro beziffert worden. In Gutenstein wiederum, wo der Schaden mehr als eine Million Euro betrug, waren u.a. ein Jagdgewehr der Marke Sauer, Type 90, Cal. 8x68 S, Nr. K 4195 mit Zielfernrohr Marke Zeiss, sechs Revolver, teils funktionstüchtig der US Armee, drei Zeiss-Ferngläser und 89 Trophäen - vorwiegend Rehe und Hirsche, aber auch ein präparierter Puma - gestohlen worden. Die Raubkatze wurde ebenfalls auf dem Anwesen des 55-Jährigen sichergestellt.

Offen sei noch, ob Alois H. Mittäter hatte, sagte Polzer am Freitag. Es sei nicht auszuschließen, obwohl derzeit nichts unmittelbar darauf hindeute. Als Wilderer dürfte der Beschuldigte jedenfalls Einzeltäter gewesen sein.

Zu den als Diebesbeute identifizierten Schusswaffen hieß es, diese würden von Einbrüchen in Niederösterreich, der Steiermark und in Salzburg stammen. Weiters wurden bisher vier gestohlene Motorräder, zwei Fahrzeuganhänger und 21 Kennzeichentafeln zugeordnet. Die Ermittlungen hinsichtlich weiterer sichergestellter Gegenstände wie u.a. Trophäen, Jagdzubehör, Schmuck und Werkzeug dauern an und werden wohl noch Wochen in Anspruch nehmen. "Es ist jedoch davon auszugehen, dass alle im Bunker (in Großpriel, Anm.) vorgefundenen Gegenstände aus strafbaren Handlungen stammen", so die Landespolizeidirektion NÖ.
 

Diashow So luxuriös wohnte der Killer

Hier wohnte Alois Huber

Das Anwesen: Vierkanthof, Lagerhalle und separates Herrschafts-Wohnhaus..

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...Spur der Zerstörung: Panzer rammten Loch in die Außenwand des Herrschaftshauses. Die Panorama-Bilder machen deutlich, weshalb der Großeinsatz der Cobra und der Polizei (335 Beamte) so lange dauerte...

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....das Haus ist stattlich, verwinkelt. Hinter jeder Ecke hätte der Wilderer lauern können....

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...Spezialeinheiten durchkämmten Zentimeter für Zentimeter alle Gebäude...

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...schließlich entdeckten sie ein Geheim-Bunker im Keller des Hauses. Dort fanden sie die verbrannte Leiche des 55-Jährigen Transportunternehmers.

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Blick auf die Lagerhalle von der Ferne ...

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...und aus der Nähe...

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...im Ort herrscht Fassungslosigkeit. Alois Huber war allen bekannt.

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Aber auch Erleichterung macht sich breit, dass der Fall gelöst ist.

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Die Trauer gilt jetzt den Angehörigen der Toten.

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