Zwillinge überleben Horror-Crash

Frontal-Unfall vor Lokal

Zwillinge überleben Horror-Crash

Blitzblaue Augen, verspielt, einfach nur süß. Die 14 Monate alten Zwillinge Raffael und Marcel sind der Sonnenschein der Familie W. aus Mitterndorf (Bezirk Baden). Gerade erst war die Jungfamilie zum ersten Mal mit den Babys auf Sommerurlaub, alles schien perfekt. Bis am Sonntagvormittag ein furchtbares Unglück beinahe das junge Glück auslöschte.

Lenker übersieht offenbar beim Abbiegen Jungfamilie
Aber der Reihe nach. Die Landesstraße 150 zwischen Himberg und Velm, am Sonntag, um 10.15 Uhr: Zwillingsmama Anina W. (29) ist mit den Buben im blauen Espace unterwegs. Raffael und Marcel sitzen in weißen Kindersitzen auf der Rückbank. Die Fahrbahn ist vom Regen nass.

Vor dem Ausflugslokal Zum Guten Hirten kommt Anina W. wie aus dem Nichts der 41-jährige Gastwirt Reinhold H. mit seinem silbernen Audi entgegen. Wie die Polizei später sagt, dürfte er sie beim Abbiegen übersehen haben. Die 29-Jährige bremst sofort, doch sie kann das Unglück nicht verhindern. Die Autos krachen frontal ineinander. „Ich sah alles im Rückspiegel. Ich ahnte, dass sich das Abbiegen nicht mehr ausgeht. Es war furchtbar“, so Augenzeuge Andreas Baumgartner.

Geistesgegenwärtig steigt er aus und läuft zu den Zwillingen. „Die Mama hat im Gesicht geblutet und hatte sichtlich einen Schock. Ich griff auf die Rückbank und holte einen der Buben raus. Ein Passant hat das andere Baby aus dem Wrack gezogen“, sagt Baumgartner im Gespräch mit ÖSTERREICH. Lokalgäste alarmieren sofort die Rettungskräfte. Zwei Notarzthubschrauber des ÖAMTC, ein Notarztteam und mehrere Rettungsfahrzeuge eilen zum Unfallort. „Innerhalb von Minuten waren die Sanitäter da“, sagt ein Angestellter des Guten Hirten. An der Unfallstelle werden die Opfer erstversorgt.

Zwillinge mit ÖAMTC-Hubschrauber ins Spital
Alle Insassen haben Schutzengel und überleben den Horrorcrash. Anfangs ist von neun Verletzten die Rede, später korrigieren die Behörden auf sechs Verletzte. Neben Anina, den Zwillingen und Lenker H. sind auch seine Gattin Petra und Sohn Florian H. (14) verletzt. Der Bub wird per Hubschrauber ins AKH nach Wien geflogen. „Sein Zustand ist stabil, er bleibt vorerst zur Beobachtung auf der Normalstation“, so das AKH.

Raffael, Marcel und Mama Anina W. werden mit dem Christophorus C3 ins Spital Wiener Neustadt geflogen. Sie haben Glück im Unglück: Nach ambulanten Routine-Checks werden sie noch am Nachmittag entlassen.

J. Prüller, P. Zezula

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