Sonderthema:
20 Häuser in Weyregg durch Erdrutsch bedroht

Warnung

© APA

20 Häuser in Weyregg durch Erdrutsch bedroht

Ein Jahr, nachdem der Gschliefgraben in Gmunden ins Rutschen gekommen ist, bedroht nun eine weitere Erdbewegung eine oberösterreichische Gemeinde: In Weyregg am Attersee (Bezirk Vöcklabruck) sind 20 Häuser von einer Rutschung in rund fünf bis sechs Meter Tiefe betroffen. Bürgermeister Hermann Staudinger bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der Gratiszeitung "Heute".

Räumungen derzeit nicht nötig
Die Situation sei derzeit nicht dramatisch, beruhigte der Bürgermeister. Wenn er in nächster Zeit stark regne, könne sie sich aber zuspitzen. Die Rutschung werde bereits seit zwei Jahren beobachtet und werde mit Sonden überwacht. Betroffen seien vor allem Zweitwohnsitze, erklärte Staudinger. Räumungen seien aber nach derzeitigem Stand nicht nötig.

Der Erdrutsch in Weyregg ist - ebenso wie jener im Gschliefgraben - kein Unbekannter für die Geologen: Bereits 1896 hätten italienische Experten zwei Tunnels und ein aufwendiges Drainagesystem gegraben, um den Hang zu entwässern, erzählte Staudinger. "Es hat 100 Jahre gut funktioniert." Nun sei es aber an der Zeit, erneut Maßnahmen zu ergreifen.

Die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) arbeite gemeinsam mit der Gemeinde daran, die Rutschung zu bremsen, schilderte der Bürgermeister. So seien Bäume geschlägert worden, um den Druck wegzunehmen. Mit Baggern grabe man Rinnen, die mit Schotter angefüllt werden, um das Wasser abzuleiten.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Live auf oe24.TV 1 / 10

Top Gelesen 1 / 5

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen