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Bedingte Haft für Porno-Dreh in Kirche

Die dralle „Babsi“ (29) die sich in einer Kirche vor laufender Kamera selbstbefriedigt und die Aufnahmen im Internet verkauft haben soll, ist am Donnerstag im Landesgericht Linz nicht rechtskräftig zu drei Monaten bedingt verurteilt worden. Außerdem soll sie  5.350 Euro - die Hälfte des mit dem Verkauf der Aufnahmen erzielten geschätzten Gewinns - zurückzahlen, zudem wurde Bewährungshilfe angeordnet. "Das ist ein Horror, ich will so was nie wieder durchmachen", erklärte die Beschuldigte, die nach eigenen Angaben seit vier Monaten kein Video mehr gedreht hat und nun als Reinigungskraft arbeitet. Auf Anraten des Richters erbat sie drei Tage Bedenkzeit.

"Die ganze Nation hat das Video angezogen - ganz einfach wegen dem, weil ich's so wahnsinnig gut gemacht hab", zeigte sie sich nur bedingt einsichtig.

"Unmenschlich"
Die Angeklagte beschimpfte vor Prozessbeginn die unzähligen Fotografen und Kameraleute. Bei Betreten des Gerichts zeigte sie sich weit weniger freizügig als in den Videos: Die Kapuze ihres Parkas hatte die junge Frau tief ins Gesicht gezogen, sie trug eine Sonnenbrille. "Ich find' das unmenschlich, wirklich", klagte sie eingangs in Richtung des Vorsitzenden Klaus-Peter Bittmann. Wenn sie gewusst hätte, dass das strafbar ist, hätte sie das Ganze niemals gemacht, sagte die Beschuldigte.

Die Anklage warf ihr Störung der Religionsausübung und Herabwürdigung religiöser Lehren vor - mit einem Strafrahmen von bis zu sechs Monaten Haft.

Wie man auf die Idee kommt, in einer Kirche derartige Videos zu drehen, wollte Staatsanwalt Alfred Schaumüller wissen. "Wissen Sie, was andere Leute so treiben? Da bin ich ein Engerl dagegen", entgegnete die 29-Jährige. Sie handle nicht wirklich mit dem Kopf, sondern eher nach Gefühl, habe nicht nachgedacht. Nachsatz: "In Religion hab' ich einen Fünfer gehabt." Es tue ihr aber wirklich leid, dass sie dem Pfarrer dadurch so wehgetan habe, betonte die Frau.

Porno-Dreh in Kirche
Die 29-Jährige hatte un­geniert zwei Pornos in der Pfarrkirche von Hörsching gedreht – ÖSTERREICH berichtete.

Es hatte einen gewaltigen Aufschrei gegeben, als die blasphemischen Machwerke ruchbar wurden. „Babsi“, eine gebürtige Polin und eine der gefragtesten Sexdarstellerinnen im Internet, hatte es schamlos in der Kirchenbank getrieben. Mit Rosenkranz um den Hals und Gotteslob in der Hand gab sie alles. Aufgeflogen ist der schmutzige Kirchen-Sex, weil örtliche Schüler die Pornos auf ihre Handys geladen und herumgereicht hatten. Als der Pfarrer dies mitbekam, erstattete er Anzeige: „Ich wollte provozieren und in der Branche noch bekannter werden“, gab das Sexsternchen in seiner Einvernahme vor der Polizei bereitwillig zu.

Dafür muss sich „Babsi“ heute vor Gericht verantworten. Sexuelle Handlungen sind in einer Kirche verboten. Es droht eine hohe Geldstrafe.

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