06. 05. 2008, 16:22

Begräbnis

Bert Nussbaumers Urne beigesetzt

© APA

In aller Stille wurde am Dienstag die Urne des im Irak getöteten Bert Nussbaumer am Friedhof in Neukirchen beigesetzt.

Die Urne mit den sterblichen Überresten des im Irak entführten und getöteten 26-jährigen Mitarbeiters einer amerikanischen Sicherheitsfirma, Bert Nussbaumer aus Neukirchen bei Altmünster (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich, ist Dienstagnachmittag in seinem Heimatort beigesetzt worden. Es gab einen stillen Abschied am örtlichen Friedhof.

Zahlreiche Trauernde
Vor dem Begräbnis fand ein Gottesdienst in der Kirche von Neukirchen statt. Am letzten Weg Nussbaumers nahm seine Familie, vor allem seine Mutter und sein Bruder teil. Dazu Angehörige der örtlichen Vereine, in denen Nussbaumer mitgewirkt hatte, des Bundesheers, wo er eine Spezialausbildung absolviert hat, sowie der Exekutive. Der kleine Friedhof von Neukirchen war mit zahlreichen Trauernden gefüllt. Mehrere Polizeibeamte achteten darauf, dass die Feier ohne Störung durch Schaulustige ablief.

Bert Nussbaumer war am 16. November 2006 gemeinsam mit vier US-amerikanischen Arbeitskollegen und neun Irakis im Südirak nahe der Grenze zu Kuwait entführt worden. Der damals 25-jährige Oberösterreicher war mit einem Konvoi unterwegs, den er im Auftrag der US-Sicherheitsfirma Crescent Security Group bewachen sollte.

Entführt und ermordet
Wenige Wochen später tauchte im Internet ein Video von Nussbaumer und seinen vier Kollegen auf. Danach gab es zwar immer wieder Gerüchte über Sichtungen der Geiseln, aber keine konkrete Spur. Anfang 2007 soll im Südirak ein Befreiungsversuch gescheitert und ein Soldat - vermutlich ein Amerikaner - dabei getötet worden sein.

Im März 2008 überschlugen sich die Ereignisse: Die US-Behörden erhielten zunächst DNA-Spuren des Oberösterreichers zugespielt. Kurz darauf wurden mehrere Leichen im Irak gefunden. Eine davon wurde in den USA als Bert Nussbaumer identifiziert. Die sterblichen Überreste wurden später nach Österreich überstellt und der Familie übergeben.

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Jasomirgott meint am 23.04.2008 12:38

Mein tief empfundenes Beileid. Mein Sohn hatte beim Jagdkommando einige Ausbildungen mit Bert zusammen absolviert, jetzt ist er im Tschad.

AndenCondor meint am 06.05.2008 18:15

Bert Nussbaumer war ein von den Amerikanern gutbezahlter Söldner. Er wusste, dass jeder Einsatz sein letzter sein kann.
Tagtäglich sterben unschuldige Menschen, die weit weniger Risiko eingehen, die auch noch gerne leben würden.

elmer meint am 07.05.2008 09:09

Genauso ist es !!!
Im Umkehrschluß ,wievielen hat der Nussbaumer bei seinen Einsätzen
das Lebenslicht ausgeblasen.
Die einen kämpfen für Geld die anderen für die Freiheit!!!!

AndenCondor meint am 07.05.2008 05:43

Was war an meinem Posting wohl löschenswert??
Dieses Billigblatt wird immer lächerlicher - vielleicht wird die Zentrale ja nach Moskau verlagert...

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