Buben zünden Wohnhaus an

100.000 Euro Schaden

© FF Laakirchen

Buben zünden Wohnhaus an

Das Spiel mit einem Feuerzeug hätte für zwei Kinder Sonntag früh in Laakirchen im oberösterreichischen Bezirk Gmunden beinahe verhängnisvolle Folgen gehabt. In einem unbeaufsichtigten Moment setzte das drei- und fünfjährige Brüderpaar einen Kopfpolster ihres Stockbettes in Brand. Die Flammen griffen rasch auf das gesamte Bett über. Der Vater konnte die Kinder aber noch rechtzeitig in Sicherheit bringen.

100.000 Euro Schaden
Kurz vor 9.00 Uhr dürfte das Brüderpaar in seinem Kinderzimmer in dem Mehrparteienwohnhaus mit einem sogenannten Sturmfeuerzeug hantiert haben. Die Flammen vernichteten innerhalb kurzer Zeit das Bett und griffen auf andere Möbel in dem Raum über. Als der Vater aus der gegenüberliegenden Wohnung gerade nach seinen Kindern schauen wollte, bemerkte er sofort den Qualm im Wohnhaus.

Gerade noch rechtzeitig flüchtete er mit den Buben zu einem Nachbarn in Sicherheit. Er und die beiden Kleinkinder mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in das LKH Vöcklabruck eingeliefert werden. Die Kinder wurden auch stationär aufgenommen. Nach Angaben der Polizei belief sich der Schaden durch die Flammen auf rund 100.000 Euro.

Dreijähriger stirbt bei Brand
Damit ereignete sich bereits der zweite Brand am Wochenende, der durch zündelnde Kinder entstanden sein dürfte. Tragischer war am Vortag ein Mansardenbrand im Bezirk Kirchdorf verlaufen. Dort hatte ein ebenfalls Dreijähriger in einer Abstellkammer im Dachgeschoß mit Feuer hantiert. Er steckte dabei eine Matratze in Brand. Die Rauchentwicklung war in kürzester Zeit so stark, dass der Fluchtweg für das Kind abgeschnitten war.

Die Feuerwehr konnte den Buben nach einer mühsamen Suche mit Wärmebildkameras nur noch tot bergen. Das Kind war in den Rauchschwaden erstickt. Die Mutter hielt sich zum Zeitpunkt des Brandes im Keller auf, um den Ofen anzuheizen. Nachdem sie die Flammen im Dachgeschoß bemerkt hatte, versuchte sie vergeblich, in dem verqualmten Stiegenhaus ihr Kind zu finden. Sie musste von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut werden. Ebenso mussten die Feuerwehrmänner, die den Dreijährigen tot fanden, psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.

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