Dorf kämpft gegen die Abschiebung einer Familie

Perfekt Integriert

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Dorf kämpft gegen die Abschiebung einer Familie

Ganz Gallneukirchen ist auf den Beinen. Man protestiert gegen die geplante Abschiebung der fünfköpfigen Familie Pacolli in den Kosovo. Dort droht ihnen keine Verfolgung, aber Armut.

Perfekt integriert
Seit 2001 ist Izjadin Pcolli in Österreich, seit Mai 2002 arbeitet er in der Nachtschicht in einem Fleischereibetrieb. 2003 kamen seine Frau und die drei Kinder nach Österreich nach. Seither sind sie perfekt integriert. Izjadin spricht fließend Deutsch, die zwei Buben sind im Fußballverein engagiert, die Familie gern gesehene Nachbarn.

Asylantrag zweimal abgelehnt
Dennoch wurde der Asylantrag der Familie in zwei Instanzen abgelehnt. Auch der Antrag auf humanitäres Bleiberecht fand kein Gehör. Ganz Gallneukirchen ist empört, denn mit ihnen hat niemand gesprochen. Unterstützung erhält die Familie und das Dorf vom grünen Menschenrechtssprecher Trübswasser. Er fordert eine Aussetzung der Abschiebung Langzeitintegrierter, solange die unklare Lage beim humanitären Niederlassungsrecht nicht geklärt ist.

Fekter gegen Abschiebungsstopp
Aber damit stoßen die Unterstützer der Pacollis bei Innenministerin Fekter auf taube Ohren. Sie sprach sich gegen den Stopp der Abschiebungen aus. Die Gemeinde will weiter für die Familie kämpfen, notfalls will man bis zum Höchstgericht gehen, damit sie länger als nur bis zum 31. August in Gallneukirchen bleiben kann.

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