Explosionsopfer von Mondsee in Lebensgefahr

Vier Verletzte

© Loy

Explosionsopfer von Mondsee in Lebensgefahr

Der 22-Jährige, der am Freitagnachmittag bei einer Explosion in seiner im zweiten Stock eines mehrgeschoßigen Wohn- und Geschäftshauses im Zentrum von Mondsee in Oberösterreich gelegenen Wohnung verletzt worden ist, befand sich am Samstag noch in Lebensgefahr. Das teilte die Polizei auf APA-Anfrage mit. Um die Ursache des Unfalls gab es nach wie vor Rätselraten, die Kriminalpolizei rechnete nicht mit einer Klärung vor Montag.

Bei der Explosion waren insgesamt vier Personen verletzt worden: Der 22-Jährige erlitt schwere Verbrennungen am Oberkörper und musste in eine Spezialklinik in München geflogen werden. Sein 25-jähriger Bekannter, der zum Zeitpunkt des Vorfalles ebenfalls anwesend war, wurde mit Verbrennungen im Gesichtsbereich in die Augenklinik des LKH Salzburg gebracht. Eine 20-Jährige in der Nachbarwohnung wurde leicht verletzt. Ebenso ein 69-jähriger Passant, der in der Panik vor dem Haus zu Sturz kam.

Experten ermitteln vor Ort
Warum das Gas eine Explosion ausgelöst hatte, ist noch ungeklärt, teilte die Polizeiinspektion Mondsee am Abend auf Anfrage mit. Zwei Wohnungen im zweiten Stock der Rainerstraße 4 waren bei der Explosion total zerstört worden, eine weitere im 1. Stock wurde beschädigt. Die Explosion dürfte vom einem Badezimmer ausgegangen sein, hieß es. In dem Haus traten auch Mauerrisse auf. Die Ermittlungen des Brandsachverständigen werden am Samstagfortgesetzt.

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Das betroffene Gebäude befindet sich in der Rainerstraße im Zentrum von Mondsee. Es wurde um 16 Uhr durch eine Explosion in einer Wohnung im zweiten Stock erschüttert. Die Fensterscheiben flogen teilweise samt den Rahmen auf und über die Straße, alles war von Glasscheiben übersäht. Die Tür der Wohnung, in der sich die Explosion ereignet hatte, war aus den Angeln gerissen worden. Drinnen brannte und rauchte es.

Nachbarn kamen ins Haus, unternahmen Löschversuche und holten zwei junge Männer aus der Wohnung. Ein 21-Jähriger musste später mit schweren Verbrennungen in eine Spezialklinik nach München geflogen werden, ein 25-Jähriger wurde mit Verbrennungen im Gesichtsbereich in die Augenklinik nach Salzburg gebracht.

Der 21-Jährige hatte erst vor einigen Tagen einen Verkehrsunfall gehabt. Dabei hat sich sein Auto überschlagen, er ist aber mit leichten Verletzungen davongekommen. Seine Mutter, die nach der Explosion zum Unfallort kam, erlitt einen schweren Schock.

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Anrainerin und Passant verletzt
In der gegenüber liegenden Wohnung rief eine 19-Jährige um Hilfe. Sie wurde ebenfalls ins Freie gebracht. Sie klagte über Kopf- und Nackenschmerzen und hatte Schürf-Wunden, musste aber nur ambulant versorgt werden. Die Betreiberin eines Fotogeschäftes im Erdgeschoß war zum Zeitpunkt der Explosion nicht anwesend. Auf der belebten Straße vor dem Haus brach Panik aus. Dabei ist ein 69-Jähriger gestürzt. Er erlitt Abschürfungen am Arm und musste ebenfalls ärztlich versorgt werden.

Im Gebäude wurden später etliche Risse festgestellt. Im zweiten Stock lag überall Schutt und dicker Staub. Die Statik blieb aber intakt. Eine Wasserleitung ist geborsten. Das Wasser ist in die im ersten Stock gelegenen Büroräume geronnen und hat auch dort Schäden angerichtet. Zwei vor dem Haus geparkte Autos wurden durch die herausgeschleuderten Fenster beschädigt.

Gasflaschen gefunden
Zur Klärung der Unfallursache nahmen Brandsachverständige Untersuchungen auf. Mondsee liegt nicht im Versorgungsbereich der Oberösterreichischen Ferngas AG. In der Wohnung der beiden jungen Männer wurde aber im Küchenbereich eine Gasflasche entdeckt, eine weitere am Dachboden. Ihr Verwendungszweck war nicht klar. In der Wohnung wurden zwei kleine Brandherde gefunden - im Bereich einer Waschmaschine und bei einem Boiler.

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