Falscher Alarm um Amoklauf

Braunau

© Manfred Fesl

Falscher Alarm um Amoklauf

An Unterricht war am Freitag an der Braunauer AHS kaum zu denken. Viele Schüler waren zuhause geblieben – aus Angst vor einem möglichen Amoklauf. Im Umfeld der Schule hatten sich Dutzende Polizisten postiert. Die Jugendlichen, die dennoch gekommen waren, wurden in einem anderen Gebäude betreut. Wie sich gestern Nachmittag herausstellte: Die Angst war umsonst.

SMS gelöscht
Vorausgegangen war dem Großeinsatz in Braunau eine angebliche Drohung gegenüber einer 13-jährigen Schülerin. Das Mädchen hatte am Donnerstag eine SMS bekommen, diese jedoch sofort gelöscht. Sie glaubte sich erinnern zu können, dass ihr in der Nachricht gedroht sowie ein Racheakt ankündigt wurde. Die Schülerin löste dadurch höchste Alarmbereitschaft aus. Der Direktor der Höheren Schule, Florian Kotanko, alarmierte Polizei und Elternvertreter und informierte auf der Schul-Homepage über den Vorfall.

Traum statt Racheakt
Im Zuge der Ermittlungen stießen die Beamten gestern um 16 Uhr auf den Urheber der SMS, einen 13-jährigen Schüler einer Nachbarschule. Er hatte die Nachricht noch gespeichert, darin war von keinem Racheakt die Rede, teilte Sicherheitsdirektor Alois Lißl mit. Sondern: Die SMS war in Mundart verfasst und beinhaltete einen Traum, in dem der Bursch das Mädchen vor einem Übergriff von Mitschülern beschützte.

Auffällig: Erst vier Tage vor dem Vorfall gab es in der Schule einen Vortrag über Situationen wie etwa den Amoklauf in Bayern .

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