Feuerteufel ist doch ein Serientäter

Indizien

© APA/RUBRA

Feuerteufel ist doch ein Serientäter

Die Schlinge um Christian S. zieht sich enger: Zwar leugnet der ehemalige Staplerfahrer (25) weiter, einen der drei Brände bei seinem Ex-Arbeitgeber Linz Textil gelegt zu haben. Aber die Indizien gegen den Linzer – es gilt die Unschuldsvermutung – verdichten sich. Nachdem er kurz nach dem dritten Brand am 9. Jänner verhaftet worden war, weil er heimlich in das Firmenareal eingestiegen war, bringen ihn neue Beweise auch mit Brand zwei in Verbindung.

Auch bei 2. Brand gefilmt
Dieses Feuer war am Morgen des 14. Dezember ausgebrochen und hatte das Viskoselager verwüstet. „Ein Video der Überwachungskamera beweist, dass der Verdächtige in dieser Nacht auch auf dem Gelände war, obwohl er keine Schicht hatte“, sagt Sicherheitsdirektor Alois Lißl. Ebenfalls brisant: Zwei Tage später erhielt Christian S. seine offizielle Kündigung, weil er sich nicht an das nach den Bränden verhängte Rauchverbot halten wollte.

Für den Rausschmiss habe sich S. rächen wollen. Deshalb sei er am 9. Jänner in die Firma eingedrungen. Sein Ziel: Einige Stapler zu demolieren. Das hat der Ex-Mitarbeiter – wie berichtet – gestanden. Den Brand will er aber nicht gelegt haben. Er schiebt die Brandstiftung einem mysteriösen Unbekannten zu. In diesem Zusammenhang bekommt aber seine Anwesenheit am 13. Dezember eine ganz andere Bedeutung. Derzeit sitzt Christian S. in U-Haft. Die Polizei rollt weiter die zwei alten Brände auf. Doch die Temperaturen haben laut Lißl alles vernichtet, die Ursache sei nicht mehr genau nachvollziehbar.

Insgesamt haben die Brände bei Linz Textil seit Oktober rund elf Mio. Euro Schaden angerichtet.

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