Firmenchef überfiel eigenen Geldtransporter - Selbstmord

Geklärt

© Robert Loy

Firmenchef überfiel eigenen Geldtransporter - Selbstmord

Laut Sicherheitsdirektor Alois Lißl ist der Überfall vom Chef des Geldtransportunternehmens selbst durchgeführt worden. Der beraubte Mitarbeiter wirkte dabei mit.

Fingierter Überfall
Der 51-jährige Chef des Unternehmens soll Donnerstag früh seiner Frau die Tat gestanden haben, anschließend hat er sich mit seiner eigenen Waffe erschossen. Der überfallene Mitarbeiter gestand danach der Polizei, dass der Raub fingiert war. Die Beute wurde sichergestellt.

Mittwochvormittag war ein Geldtransporter beim Verlassen des Geländes einer Sicherheitsfirma überfallen worden. Der Täter setzte den Fahrer, als er ausgestiegen war, mit einem Pfefferspray außer Gefecht und fuhr mit dessen Fahrzeug davon. Das Auto wurde nur wenige hundert Meter vom Tatort entfernt aufgefunden. Einer der Geldkoffer mit einer beträchtlichen Summe war gestohlen worden.

Geldsorgen als Motiv
Das Motiv für die Tat dürften Geldsorgen des 39-jährigen Firmenchefs gewesen sein. Die Ermittler in dem Fall hatten von Anfang an nicht ausgeschlossen, dass der Überfall fingiert sein könnte. Verdächtig kam ihnen unter anderem vor, dass die Auswertung der Videoüberwachung des Firmengeländes ergab, dass der Überfallene den Täter auch hätte sehen müssen. Der 51-jährige Fahrer des Geldtransportunternehmens machte diesbezüglich bei der Befragung durch die Polizei auch wiederholt widersprüchliche Aussagen. Er wurde schließlich festgenommen.

Beichte gegenüber Frau - dann Selbstmord
Zur genaueren Klärung der Umstände wurde sein Chef Donnerstagvormittag ersucht, zur Firma zu kommen. Kurz zuvor hatte dieser jedoch bereits seiner Frau gestanden, dass die Tat fingiert war und er nun gemeinsam zur Polizei fahren wolle. Als sie wenig später Nachschau hielt, hatte sich der Unternehmer mit seiner eigenen Waffe erschossen. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Beute sichergestellt
Nach einer neuerlichen Befragung des Geldtransportfahrers gestand dieser schließlich, in die Überfallspläne seines Chefs schon vor einer Woche eingeweiht worden zu sein und den Überfallenen gespielt zu haben. Die Beute wurde zur Gänze im Firmengebäude, wo es der Haupttatverdächtige nach der Tat versteckt hatte, gefunden und sichergestellt.

Hintergründe des vorgetäuschten Überfalles dürften finanzielle Schwierigkeiten gewesen sein. Das soll in den kommenden Tagen noch näher untersucht werden. Der Komplize soll nach Aufhebung des Haftbefehles auf freiem Fuß angezeigt werden.

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