Sonderthema:
Hilfs-Sheriffs stellten Bösewichte

Couragierte Linzer

© TZ ÖSTERREICH

Hilfs-Sheriffs stellten Bösewichte

Selbst als der Ladendieb Marco Hussein Haimour mit einer gestohlenen Schnapsflasche bedrohte, ließ sich der 16-jährige Linzer nicht abschrecken. Der Elektrikerlehrling war in der Passage einkaufen, als er eine Kassierin schreien hörte: „Haltet den Dieb!“ Ohne lange nachzudenken, verfolgte er den Mann. Gleichzeitig zückte er das Handy und lotste die Polizei. Die Beamten konnten den Mann schließlich in einem Hinterhof festnehmen. „Ich wollte nicht nur dastehen und nichts tun“, erzählte der Bursch bei der gestrigen Ehrung durch die Bundespolizeidirektion Linz.

Stolzer Vater
Auch der Vater von Marco ist stolz auf seinen mutigen Sprössling: „Erst habe ich mich geschreckt: Der hätte meinen Sohn ja verletzen können. Schließlich war er allein. Gott sei Dank ist alles gut gegangen.“ Marco war der jüngste Hilfssheriff, der am Dienstag von Polizeidirektor Walter Widholm ausgezeichnet wurde.

Einbrecher
Der Student Hans-Jörg Kronberger (25) erwischte einen Wohnungseinbrecher auf frischer Tat. Er schlief, als die beiden Täter sein Türschloss knackten. Kronberger nahm die Verfolgung auf und konnte den Dieben ein gestohlenes Notebook seines Nachbarn entreißen. Die Täter wurden wenig später verhaftet.

Einen Autodieb so lange festgehalten, bis die Polizei kam, hat Franz Enzendorfer. Der 51-Jährige hörte einen Knall und sah vom Fenster seiner Wohnung aus, dass sich ein Fremder am Auto seiner Freundin zu schaffen machte. Er eilte sofort zum Parkplatz und stellte den Täter.

Autodieb. Einen Autoknacker stellte auch Klaus-Dieter Bouchal. Er sah vom Fenster eines Schulgebäudes aus, wie ein Mann seine Geldbörse aus seinem Auto nahm und flüchtete. Der 30-Jährige rannte hinterher und rief gleichzeitig per Handy die Polizei.

Einer alten Dame half Thomas Stohn. Der 28-Jährige hörte die Hilferufe der Pensionistin, die Opfer von Trickdieben geworden war, als sie Münzen für einen Bettler aus ihrer Geldbörse suchen wollte. Stohn hielt den Täter fest, die Frau bekam ihre 500 Euro wieder.

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