Illegale Rave-Party im Naturschutzgebiet

500 soffen & kifften

Illegale Rave-Party im Naturschutzgebiet

Durch Zufall ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Esternberg (Bezirk Schärding) eine nicht genehmigte Techno-Rave-Party mit mehr als 500 Teilnehmern, bei der reichlich Alkohol und Drogen konsumiert wurden, aufgeflogen. Darüber, wer das professionell aufgezogene Open-Air-Event organisiert hat, schwiegen sich die Besucher hartnäckig aus.

Einer Polizeistreife in Münzkirchen waren die vielen Wagen aufgefallen, die auf einen Güterweg in Richtung Landschaftsschutzgebiet Kösslbachtal abbogen. Die Beamten folgten den Fahrzeugen und fanden mitten im Grünen eine riesige Party-Location: rund 150 Autos und Wohnmobile waren dort geparkt, von zwei Lastwagen mit einer professionellen Soundanlage und eigener Stromversorgung dröhnte laute Musik. Bis etwa 3.30 Uhr kamen immer noch neue Besucher dazu. Die Polizei vermutet, dass sich die Veranstaltung per SMS oder Internet herumgesprochen hat.

Über 500 Gäste
Als die mehr als 500 Partylöwen das Areal wieder verlassen wollten, sahen sie sich mit einem Großaufgebot der Polizei konfrontiert. Mit Bussen wurden die Lenker zu Drogentests ins Spital kutschiert. Die Bilanz: 17 Drogenlenkern wurde der Führerschein abgenommen. Weitere vier Personen wurden angezeigt, weil die Polizei bei ihnen Cannabis oder Speed fand. Dazu kamen 20 Anzeigen wegen desolater Fahrzeuge sowie Verkehrsdelikten. Einige waren in der Dunkelheit ohne Licht unterwegs, andere mit fahruntüchtigen Autos.

Unklar, wer Party veranstaltet hat
Völlig unklar war vorerst, wer die illegale Party veranstaltet hat. Die Besucher, die großteils unter 25 Jahre alt sind und aus allen Teilen Österreichs, aus Deutschland, Tschechien und sogar Frankreich angereist waren, wollten der Polizei kaum etwas sagen. "Die haben alle die Mauer gemacht, so etwas habe ich noch nie erlebt", so Einsatzleiter Bezirkspolizeikommandant Winfried Parzer. Einige Gäste sprachen von einer Geburtstagsparty, es konnte aber vorerst weder ein Geburtstagskind noch ein Gastgeber eruiert werden.

Der Besitzer des Grundstücks, auf dem die Party stattfand, habe von der Veranstaltung nichts gewusst und sei "sichtlich erschüttert" gewesen, als er die Zustände auf seiner Wiese gesehen habe, so die Polizei. Sie geht davon aus, dass zu der Fete über Internet oder SMS eingeladen wurde. Die Ermittlungen waren am Montag noch nicht abgeschlossen.

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