Jetzt kämpft Lobby für Medizin-Uni

Medizin-Uni

 

Jetzt kämpft Lobby für Medizin-Uni

„Österreich braucht eine zusätzliche Medizinuniversität – und wir wollen die erste Adresse sein.“
Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) prescht zusammen mit dem Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ) und der Ärzteschaft vor. Innerhalb der nächsten sechs Monate wird eine Machbarkeitsstudie erstellt. Die ersten Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen.

Das kategorische Nein aus Wien will Oberösterreich nicht mehr hinnehmen.
Im Jänner gab es eine Allparteienresolution im Landtag, jetzt wurde ein Proponenten-Komitee gegründet, dem neben Pühringer und Dobusch Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser und der Präsident der Medizinischen Gesellschaft, Heinz Schödl, angehören. Damit sollen konkrete Maßnahmen auf dem Weg zur Realisierung der Uni ins Laufen gebracht werden. Dobusch: „Bis gestern wurde formlos Lobbying betrieben, jetzt werden erstmals Strukturen geschaffen.“ Neben dem Komitee nehmen ein Lenkungsausschuss und ein Projektteam die Arbeit auf, die Initiativplattform „MedUni Linz“ wurde gegründet.

Für Dobusch erfüllt Linz alle Voraussetzungen für den idealen Standort: von einer hohen Krankenhausdichte über ein gutes Netz an Lehrpraxen bis hin zu 50 habilitierten Ärzten, die die Lehre übernehmen könnten. Dobusch weiß auch schon, wo er die Uni am liebsten haben möchte: in den Ende des Jahres frei werdenden Austria Tabak-Werken.

Die Zeit drängt
Bis 2019 steige der Bedarf an auf 1.600 neue Ärzte jährlich. Die Bevölkerung wächst, die Menschen werden immer älter, mittelfristig werden mehr Ärzte in Ruhestand gehen, als Jungärzte nachwachsen – für Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser liegt auf der Hand: „Der Ärztemangel droht.“

Finanzkrise?
Doch die Uni würde nicht nur die medizinische Versorgung in Oberösterreich aufwerten: Nach einer Studie der Johannes-Kepler-Uni würde die Errichtung ein um rund 63 Millionen Euro höheres Bruttoinlandsprodukt und 560 Arbeitsplätze schaffen. Deswegen wären Stadt und Land auch bereit, sich an der Anschubfinanzierung zu beteiligen. Insgesamt wurden bereits 120.000 Euro für die Studie bereitgestellt. Pühringer: „Aber ganz alleine können wir das nicht schultern.“

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