Kaltenbrunner brach Aufstieg am Lhotse ab

Ursache noch unklar

Kaltenbrunner brach Aufstieg am Lhotse ab

Zusammen mit ihrem deutschen Ehemann Ralf Dujmovits und dem deutschen Bergsteiger David Göttler musste die oberösterreichische Alpinistin am Dienstag nach einer Nacht in Lager IV auf 7.700 Meter Höhe umkehren. Bereits vor zwei Jahren, am 26. Mai 2006, hatten die 37-Jährige und ihr Mann eine Besteigung des Lhotse nur 100 Meter unterhalb Gipfels abbrechen müssen.

Keine gesundheitliche Gefahr
Laut Kaltenbrunners Assistentin Kathrin Furtner geht es den drei Bergsteigern gut. Sie wurden für Dienstagabend (Ortszeit) im Everest/Lhotse-Basislager erwartet. Ob noch ein weiterer Aufstiegsversuch geplant ist, war zunächst unklar. Für Mittwoch sind starke Höhenwinde in der Region prognostiziert worden.

Kalte Nacht
Das Trio war in der Nacht auf Samstag vom Everest/Lhotse-Basislager aus gestartet und hatte drei Nächte am Berg verbracht. Wie die Expeditionsfirma von Dujmovits, Amical, erkärte, dürfte die letzte Nacht auf 7.700 Meter Höhe sehr kalt gewesen sein. Dujmovits hatte von seinem Gipfelsieg Mitte Mai am Makalu (8.485 m) eine schwere Verkühlung davon getragen. Auch Kaltenbrunner hatte zuletzt an einer leichten Erkältung laboriert. Ob dies der Grund für die Umkehr am Dienstag war oder doch Wetterturbulenzen, ist allerdings noch unklar.

Bereits 11 Achttausender
Für die 37-jährige Kaltenbrunner wäre der Lhotse bereits der zwölfte von 14 Achttausendern gewesen. Erst Anfang Mai hatte sie den Dhaulagiri (8.167 m) in Nepal erfolgreich bestiegen und war damit als erste Frau der Welt auf elf Achttausendern gestanden.

Auch Rekord für Ehemann geplatzt
Für ihren 46-jährigen Ehemann Ralf aus dem Schwarzwald wäre im Falle eines Gipfelsiegs am Dienstag sogar ein alpinistischer Traum in Erfüllung gegangen: Dujmovits hätte als erster deutscher Bergsteiger alle 14 Achttausender der Erde bezwungen. So bleibt der Lhotse vorerst noch ein weißer Fleck auf der alpinistischen "Habenseite" des Deutschen. Allerdings möchte er den Mount Everest noch einmal besteigen, da er den höchsten Berg der Erde 1992 nur mit Hilfe von künstlichem Sauerstoff bewältigt hatte.

Erster Angriff bereits 2006
Kaltenbrunner und Dujmovits hatten den Lhotse bereits im Jahr 2006 in Angriff genommen. Damals verhinderten jedoch zu tiefe Schneeverhältnisse den finalen Aufstieg, bei rund 8.400 Metern war damals Schluss.

Karakorum steht am Plan
Unabhängig vom weiteren Verlauf der Lhotse-Expedition möchte die Oberösterreicherin aus Spital am Phyrn im Sommer noch ins Karakorum zum K2 (8.611 m). Der zweithöchste Berg der Erde fehlt neben dem Lhotse und dem Mount Everest noch in ihrer "Achttausender-Sammlung".

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