Brandanschläge auf Bordelle:

Keine weiteren Enthaftungen

Insgesamt 39 Namen stehen im Fall zweier Brandanschläge auf Bordelle und einer Vielzahl anderer Delikte auf dem Aktendeckel. Zehn Personen, darunter mehrere Mitglieder der rechten Szene, sitzen nach wie vor in Wels in Untersuchungshaft, der Rest wurde gegen gelindere Mittel wieder freigelassen, so der Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Wels, Christian Hubmer, am Freitag zur APA. Vorerst gebe es keine Anzeichen, dass weitere Verdächtige enthaftet werden.

Ein großer Teil der Festgenommenen habe bereits gestanden. Die Verdächtigen, die nicht alle österreichische Staatsbürger seien, hätten ihre Taten von Brandstiftung, Gewalt-, Eigentums- und Vermögensdelikten, teilweise in der Rotlicht-Szene sowie im Waffen- und Drogenhandel in unterschiedlichen Konstellationen begangen. Die polizeilichen Ermittlungen seien weit fortgeschritten, die Einvernahmen aber noch nicht abgeschlossen, so Hubmer.

Nikolaus Rast, Anwalt eines der angeblichen Anstifter der Gruppe, betonte im APA-Gespräch, dass sein in U-Haft sitzender Mandant "jedenfalls zu enthaften" sei. Einen entsprechenden Antrag wolle er nach Erhalt der vollständigen Aktenkopie kommende Woche stellen. Der aus Oberösterreich stammende Unternehmer aus dem Rotlicht-Milieu soll Opfer eines Komplotts aus der Unterwelt sein. "Das ist die einzige Erklärung." Sein Mandant sei Geschäftsmann und nicht im Rotlicht zu Hause, so Rast.

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