Mädchen legte mehrere Hausbrände

35.000 Euro Schaden

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Mädchen legte mehrere Hausbrände

Im oststeirischen Bezirk Weiz hat eine Minderjährige in der Nacht auf Dienstag ein Feuer im Einfamilienhaus ihrer Mutter gelegt. Das Mädchen dürfte bereits zuvor zweimal gezündelt haben. Verletzt wurde dabei niemand, es entstand ein Gesamtschaden von rund 35.000 Euro. Als Motiv werden von der Polizei familiäre Probleme vermutet.

Bereits drei Brände gelegt
In der Nacht auf Dienstag brannte es zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen im Einfamilienhaus der 42-jährigen Frau. Ein Zimmer im ersten Stock geriet in Brand. Gegen 1.00 Uhr wurde die Hausbesitzerin von den Hilferufen ihrer Tochter geweckt. Der Brand wurde von der Feuerwehr rasch gelöscht, dennoch entstand ein Schaden von 30.000 Euro. Ermittler des Landeskriminalamts Steiermark und ein Sachverständiger der Landesstelle für Brandverhütung stellten eindeutig Brandstiftung fest.

Bei der Vernehmung der Hausbewohner gestand dann die Tochter, die Wäsche in einem Kasten angezündet zu haben. Sie habe aber nicht damit gerechnet, dass sich das Feuer so rasch auf das Zimmer ausbreite. Die Polizei geht davon aus, dass das Mädchen keinen großen Schaden anrichten und niemanden gefährden wollte.

Zwei frühere Brandlegungen bestritt das Mädchen. Ende August hatte es im Heizraum des Einfamilienhauses gebrannt. Die im Nebenhaus wohnende Großmutter entdeckte den Brand und verständigte die Feuerwehr. Es entstand ein Schaden von rund 5.000 Euro. Der nächste Vorfall ereignete sich Ende September. Eine andere Tochter der Hausbesitzerin fand gegen 6.30 Uhr die Toilette versperrt vor. Als die Mutter die Tür aufschloss, entdeckte sie, dass die Schmutzwäsche brannte. Da das Feuer rasch ohne Hilfe der Feuerwehr gelöscht werden konnte und nur sehr geringer Schaden entstand, meldete sie die Sache nicht den Behörden.

Familiäre Probleme
Das Motiv für die Tat dürfte im familiären Umfeld des Mädchens zu finden sein. Die Minderjährige wurde festgenommen und in die Justizanstalt Graz-Jakomini gebracht. Vermutlich wird eine psychologische Betreuung notwendig sein, so die Exekutive.

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