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Mann (40) stirbt bei Sado-Maso-Spielen

Todesumstände unklar

Mann (40) stirbt bei Sado-Maso-Spielen

Ein 40-jähriger Mann ist in der Nacht auf Samstag in Linz bei Sado-Maso-Handlungen gestorben. Laut Alois Lißl von der Sicherheitsdirektion Oberösterreich dürfte der Mann erstickt sein. Derzeit werde wegen schwerer Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt.

Gegen 23.55 Uhr alarmierte ein Anrufer das Rote Kreuz, dass sich in einer Linzer Wohnung ein lebloser Mann befinde. Der Notarzt konnte nur mehr den Tod des 40-Jährigen feststellen. Der Wohnungsbesitzer hatte zuvor an sadomasochistischen Handlungen mit drei weiteren Männern im Alter von 29 bis 41 Jahren teilgenommen, so Lißl.

Laut Obduktion dürfte der Mann dabei erstickt sein. Der genaue Hergang war vorerst noch völlig unklar. Am Samstagnachmittag waren die Einvernahmen aller Beteiligten im Gange. Diese und die Spurensicherung sollen klären, ob ein Fremdverschulden vorliegen könnte, sagte der Sicherheitsdirektor.

Perner: Experimente mit Angst und Schmerzen
Durch Extremformen sado-masochistischer Praktiken kommt es immer wieder zu ernsthaften Verletzungen oder sogar Todesfällen. Die Psychoanalytikerin Rotraud Perner führte gegenüber der APA als Beispiel den Hollywoodstar David Carradine an, der im Juni 2009 stranguliert in einem Hotelzimmer eines thailändischen Luxushotels aufgefunden worden war.

Die Todesumstände nährten damals Spekulationen, der 72-jährige Schauspieler könnte sich bei einer bestimmten Selbstbefriedigungspraxis versehentlich selbst erdrosselt haben. Dabei wird die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn künstlich vermindert, um Lustgefühle zu steigern.

"Viele Leute fallen auf eine Legende herein: Dass man kurz vor dem Tod wunderschöne Orgasmen erlebt", analysierte die Präventionsprofessorin Perner. Tatsächlich wisse man durch die Neuropsychologie sowie aus Berichten von Menschen nach Nahtoderlebnissen, dass kurz vor dem Sterben Halluzinationen auftreten und eine starke Endorphinausschüttung erfolgt.

Bei dem noch ungeklärten Todesfall in Linz könnten ebenfalls "entweder Strangulationsspiele oder autoerotische Praktiken mit dem Versuch, sich die eigene Luftzufuhr abzuschnüren", eine Rolle gespielt haben. "Der Staatsanwalt wird feststellen müssen: Waren es sado-masochistische Handlungen, oder handelt es sich um eine Schutzbehauptung, hat man es im Nachhinein so aussehen lassen", betonte Perner.




 

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