Marder legt 30.000-Volt-Werk lahm

Blackout in OÖ

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Marder legt 30.000-Volt-Werk lahm

Ein Marder hat am Sonntagabend in Lengau (Bezirk Braunau) in Oberösterreich ein Umspannwerk der Energie AG (EAG) lahmgelegt. 20.000 Haushalte saßen einige Minuten lang im Dunklen. Erfolgreich reduziert werden konnten heuer hingegen die Schäden an Stromleitungen durch verirrte Schrotkugeln von Jägern.

Marder überlebte den Biss nicht
Um 20.18 Uhr fiel am Sonntag plötzlich bei vielen Innviertlern der Strom aus. Nachdem die Versorgung per Fernsteuerung rasch wieder hergestellt worden war, fanden Mitarbeiter der EAG bei einem Kontrollgang den Urheber des Problems: Ein Steimarder hatte die Isolierung an einem 300.000 Volt starken Transformator angeknabbert. Er bezahlte diese Tat mit seinem Leben, einen Teil des Schaumstoffs hatte er sogar noch im Maul. Wie das Tier ins geschlossene Gebäude des Umspannwerkes eindringen konnte, wird noch untersucht. Eventuelle Schlupflöcher am Gebäude sollen nun mardersicher gemacht werden.

Praktisch auf Null reduziert werden konnten heuer die Schäden an Stromleitungen durch Jäger: Weil bei den herbstlichen Treibjagden auf Hasen und Fasane immer wieder verirrte Schrotkugeln auch die Kabel trafen, startete die EAG über den Landesjagdverband eine entsprechende Informationskampagne. Diese dürfte gewirkt haben. "Das ist vor allem deswegen so wichtig, weil gemeinsam mit den Stromleitungen auch das oberösterreichische Glasfasernetz geführt wird. Schäden an den empfindlichen Glasfaserleitungen sind nur mit großem technischen und finanziellen Aufwand zu reparieren und führen zu massiven Verlusten bei der Datenübertragung", erklärte Technikvorstand Werner Steinecker

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