Nach Schuss ins Gesicht gestorben

Streit aus Eifersucht

Nach Schuss ins Gesicht gestorben

Ein 27-jähriger Oberösterreicher, dem seine Lebensgefährtin vor einer Woche im Mühlviertel im Zuge eines Streits ins Gesicht geschossen hatte, ist in der Nacht auf Mittwoch im Linzer Allgemeinen Krankenhaus (AKh) gestorben. Er erlag seinen schweren Gehirn- und Schädelverletzungen, wie das Spital in der Früh mitteilte.

Das Paar aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung hatte heftig gestritten. Im Lauf der Auseinandersetzung griff die 22-jährige Frau zu einem Jagdgewehr, das mit Schrotmunition gefüllt war. Ein Schuss löste sich und traf den Mann im Gesicht. Die Frau rannte zu ihrem Auto, in dem ihr Handy lag, und rief die Rettung. Dann fuhr sie nach Linz und stellte sich der Polizei.

Staatsanwalt geht von Mord aus
Die 22-Jährige befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Die polizeilichen Ermittlungen sind abgeschlossen. Am Zug ist nun die Staatsanwaltschaft Linz, die von einem Mord ausgeht. Die Frau habe zwar zugegeben, geschossen zu haben, die Tötungsabsicht aber bestritten, sagte Behördensprecher Dietmar Gutmayer zur APA. Laut ihren Aussagen sei sie davon ausgegangen, dass sich in der Waffe nicht Schrot-, sondern nur Gummi-Munition befinde.

Laut Polizei steht fest, dass der Schuss aus kurzer Distanz abgegeben wurde. Mögliche Motive könnten laut Sicherheitsdirektion Streit um Geld oder Eifersucht gewesen sein, denn der Mann sei für mehrere Wochen weg gewesen. Das Gewehr habe die Frau nicht kurz vor der Tat, sondern bereits vor längerer Zeit erworben, so die Kriminalisten.
 

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