Opfer Rudolf Prinz im Interview

Säure-Attentat

© ERICH PETSCHENIG

Opfer Rudolf Prinz im Interview

ÖSTERREICH:
Herr Prinz, wie geht es Ihnen?

Rudolf prinz:
Jetzt geht es mir gut, weil mir gerade gesagt wurde, dass alles in Ordnung ist. Aber ich muss eine Nacht im Spital bleiben. Gott sei Dank hat das Brennen an den Händen und in der Nase aufgehört.

ÖSTERREICH:
Bitte erzählen Sie uns, was passiert ist.

Prinz:
Ich kam gegen 10 Uhr von einem Arztbesuch nach Hause und habe mir in meinem Büro die Post angesehen, die mir meine Frau hingelegt hatte. Das Paket lag obenauf. Ich dachte, es ist ein Buch darin.

ÖSTERREICH:
Was sich jedoch als lebensgefährliche Sendung entpuppte.

Prinz:
Es war ein Zigarren-etui drin. Als ich es aufschraubte, hat es unheimlich gestunken und eine Flüssigkeit lief mir über die Hände. Das hat wahnsinnig gebrannt in den Augen, in der Nase und auf der Haut. Ich habe nach meiner Frau geschrien und mir die Hände abgewaschen. Als unser Arzt kam, hat er mich sofort ins Spital Wels geschickt.

ÖSTERREICH:
Haben Sie eine Vermutung, von wem das Paket stammen könnte?

Prinz:
Als ich hörte, an welche Politiker-Kollegen noch solche Pakete unterwegs waren, fällt mir nur eins ein: ein Innviertler, der bei uns Grund besaß. Vor fünf Jahren gab es Ärger, weil er den zu Bauland umwidmen lassen wollte. Daraus wurde aber nichts und er hat uns bedroht.

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