Opfer klagen an: Wo ist Ski-Rowdy?

Flucht

© mediabox.at/schwarzl

Opfer klagen an: Wo ist Ski-Rowdy?

Reden ist für Andreas Leibetseder derzeit unvorstellbar, mühsam versucht er, Brei zu essen, ohne seine geschwollenen Lippen allzu weit öffnen zu müssen. Der Elfjährige aus Berg bei Rohrbach zwinkert unter einem riesigen Kopfverband hervor, der nur ein kleines Quadrat für sein Gesicht freilässt. Der Bub wurde am Mittwoch zwei Stunden lang operiert: Mit mehreren Platten korrigierten die Ärzte im Linzer AKH seinen beidseitigen Unterkieferbruch.

Andreas Leibetseder, der noch rund eine Woche im Spital verbringen muss, wurde am Mittwochvormittag von einem Skifahrer niedergestoßen, der am Hochficht mitten in eine Schülergruppe gekracht war. Dabei wurde auch die zwölfjährige Jana H. aus Öpping an der Wirbelsäule verletzt. Von dem Pistenrowdy fehlt trotz Großfahndung derzeit jede Spur.

Rücksichtslos
„Erst hat er meinem Buam noch aufgeholfen und ihn gestützt, damit er die Ski abschnallen kann. Dann ist er einfach weitergefahren.“ Andrea Leibetseder, die Mutter des verletzten Schülers, kann über so viel Rücksichtslosigkeit nur den Kopf schütteln.

Die Polizei hatte sofort mit Hilfe des Lift- und Pistenpersonals das gesamte Skigebiet nach dem älteren Mann, der bei dem Crash eine blutende Wunde im Gesicht erlitt, abgesucht – vergebens. Denn zuletzt wurde er von Zeugen gesehen, als er, kurz bevor die erste Streife nach dem Unfall eintraf, bei der Skistation Schwarzenberg in sein Auto stieg und wegfuhr. Die Polizei sucht nach einem ca. 55- bis 60-jährigen Mann mit grauem Vollbart, der mit einer grünen Ski­jacke bekleidet war. Hinweise an: 059133/4261.

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