Opfer war guter Freund Waterloos

Linzer Doppelmord

© Petschenig

Opfer war guter Freund Waterloos

Es war ein Mord im Blutrausch. Donnerstag früh entdeckten Polizisten, wie berichtet, in einer verwahrlosten Wohnung in Linz-Urfahr die Leichen von zwei schrecklich zugerichteten Männern. Ihnen waren die Kehlen durchgeschnitten worden. An den Körpern zählten Ermittler noch 20 weitere tiefe Stichwunden. Nachbarn hatten am 10. März ein Poltern aus der Wohnung gehört, sich aber nichts dabei gedacht.

Geschockt
Bei den Toten handelt es sich um den arbeitslosen Wolfgang Huber (51) und Christian Janouschek (45), einen Linzer Frühpensionisten auf Entzug. Gemeinsam halfen sie immer wieder als Tontechniker aus – Huber zählte in den 80ern zum Technik-Team von „Dancing-Star“ Waterloo. Der Sänger reagierte auf die Nachricht über den Tod seines Freundes geschockt: „Der Wolfgang war ein lieber Mensch, hatte aber Alkohol-Probleme. Als ich ihn damals vor die Wahl gestellt habe, hat er zu trinken aufgehört.“

Lungenkrebs
Tontechniker Huber arbeitete in den 90er Jahren lange mit Waterloos zweiter Frau Sissi Kreutzmayr zusammen: „Ich habe ihn vor einigen Jahren getroffen, da hat er mir erzählt, er habe den Lungenkrebs besiegt“, so die ehemalige Lichttechnikerin. Huber hatte zwar dem Alkohol zugesprochen, von Drogen sei aber nie die Rede gewesen. Ganz anders bei dem zweiten Opfer der Bluttat. Christian Janouschek war 1996 aufgeflogen, weil er in seinem Weingeschäft einen schwunghaften Handel mit Opium aufgezogen hatte. Nun untersuchen die Ermittler, ob er Opfer einer Fehde im Drogenmilieu wurde – und sein Gast Wolfgang Huber als zufälliger Zeuge der Tat ebenso sterben musste.

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