Paulina: Das Mord-Protokoll

Stiefbruder erzählt Details

Paulina: Das Mord-Protokoll

Diese Bilder zeigen, wie grausam der Mord an der 14-jährigen Paulina war. ÖSTERREICH liegt das Polizeiprotokoll der Tat­rekonstruktion vor, bei der Paulinas Stiefbruder Konstantin K. (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) nachstellte, was an jenem Julitag vorgefallen ist. Er beschreibt, wie tief das Erdloch ist, in dem er und sein Vater Klaus K. die Leiche versteckten. Er zeigt mit einer Puppe, wie sie die tote Paulina aus dem Auto zerrten. Und er erinnert sich, wie sie die Leiche in den Wald schleppten. Die Rekonstruktion lässt nur erahnen, wie kaltschnäuzig die beiden den Mord an der 14-Jährigen geplant haben.

Konstantin K. sitzt derzeit in seiner Zelle in der Haftanstalt Wels. Vater Klaus hat sich vor zwei Wochen erhängt, der Sohn verkraftet es nicht. Kurz vor dem Selbstmord schrieb der Vater einen Abschiedsbrief an Anwalt Andreas Mauhart: Bitte tun Sie alles, was möglich ist für Konstantin. Ich bin schuld, der Vater, nicht der Sohn. Und, wie News zitiert: Ich habe aus meinem Sohn einen Verbrecher gemacht. Ich habe sein Leben, bevor es losging, ausgelöscht.

Verdächtiger zeigt, wie er Paulina tötete

Mord an Paulina © LG Wels

Über die Vorbereitung: Vater und Sohn haben das Erdloch im Wald vorher ausgegraben: Mir ist die Erde in etwa bis zum Hüftbereich gegangen …, sagt Konstantin K. beim Lokalaugenschein. Am Tag der Tat, am 5. Juli, passten die beiden Paulina bei der Bushaltestelle ab – Konstantin wartete im Auto: Ich bin sitzen geblieben. Mir war gar nicht gut dabei, sondern mir ist es scheiße gegangen. Ich schätze, dass mich Paulina gesehen hat (…), sie hat unser Auto gekannt.

Über Schlag mit der Lampe: Stiefvater Klaus K. und Pau­lina sprechen miteinander. Sie will nicht einsteigen. Konstantin: Sie wollte nicht einsteigen. Aber damit habe ich gerechnet. Mein Vater hatte dann etwas in der Hand, ich glaube, die Taschenlampe, und hat sie ihr dann (…) drübergezogen. Ich habe nur den ersten Schlag gehört und dann hat sie geschrien. Ich bin schnell hin und habe ihre Haxn genommen.

Über die Flucht mit dem Auto: Die beiden legen Paulina auf die Rückbank. Das Auto ist blutüberströmt. Konstantin startet das Auto, es geht in Richtung Wald, wo das Erdloch vorbereitet wurde: Mein Papa ist hinten mit ihr eingestiegen, sie hat sich auch noch im Auto gewehrt. Was dann passierte, darüber hüllt sich Konstantin in Schweigen: Ich kann mich noch erinnern, wie wir in Richtung Grube gefahren sind. Ich wusste, dass das ein Scheiß ist, was ich da mache. Während der Fahrt legt Klaus K. dem Mädchen eine Kordel um den Hals und zieht zu.

Über das Versteck im Wald: Das Auto hält beim Erdloch, sie zerren die Leiche zum Versteck. Ich hab sie bei den Haxn genommen. Ich weiß nicht, ob sie bewusstlos oder tot war. Sie hat sich nicht mehr gewehrt. Der Strick liegt noch um ihren Hals, sie bringen Paulina zum Erdloch. Sie ziehen die Leiche aus. Papa hat gesagt, die Kleidung soll weg. Vater und Sohn legen die Leiche in das Versteck. Aber dann konnte ich nicht mehr, mir war schlecht.

(prj)

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