"> Protestschmusen nach Kussverbot in Linz
Protestschmusen nach Kussverbot in Linz

Demo vor Schulrat

Protestschmusen nach Kussverbot in Linz

Gut 20 Paare hatten sich bei eisigen Temperaturen vor dem Landesschulratsgebäude versammelt. Von der betroffenen Schule war niemand dabei, weil die Schüler nicht frei bekommen bzw. "schwerwiegenden Probleme" mit ihren Lehrern befürchtet hätten, erklärten die Organisatoren. Nach einer ausgiebigen Küsserei für die zahlreichen anwesende Presse durften schließlich zwei AKS-Vertreter zu Landesschulrat Fritz Enzenhofer ins Büro.

Enzenhofer bekam von Aktivisten der "Aktion kritischer SchülerInnen" (AKS) einen Kussmund aus Karton überreicht, auf dem u.a. zu lesen war: "Treten Sie zurück, Herr Enzenhofer!".

In der Diskussion blieben die Fronten verhärtet: Bei dem Gespräch mit den Aktivisten beharrte Enzenhofer auf seiner Position. Er stehe hinter dem Beschluss, und außerdem könne er ihn gar nicht aufheben, selbst wenn er wollte.

Mehr Mitbestimmung für Schüler
Die AKS verlangte mehr Mitbestimmung für die Schüler und kritisierte, dass "Rechte von Schülern und Schülerinnen mit Füßen getreten werden". Der Landesschulratspräsident warf der AKS vor, "sich für Dinge auf die Schienen zu werfen, die wirklich lächerlich sind", anstatt beispielsweise gegen Gewalt in Schulen aufzutreten.

Die AKS will den Lippenbekenntnissen weitere Aktionen folgen lassen. So ist für kommende Woche eine Pressekonferenz in Wien geplant, in der andere "Skandale an Schulen" thematisiert werden sollen. Außerdem werde man darauf hinarbeiten, dass Schüler künftig im Schulforum vertreten seien, kündigte die Initiatorin des Protestküssens an.

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