Schweizer Rennfahrerin saß in zerbrechendem Flieger Schweizer Rennfahrerin saß in zerbrechendem Flieger

Innviertel-Rundflug

 

 

Schweizer Rennfahrerin saß in zerbrechendem Flieger

Der Traum vom Fliegen wurde zum Albtraum: Wie berichtet, kam es am Montag 1.300 Meter über Ried im Innkreis beinahe zur Katastrophe. Bei einer zweisitzigen Maschine barst mitten im Flugdas Cockpit. Ein Regen aus scharfen Plexiglas-Scherben fetzte durch die Kanzel – und traf direkt die prominente Copilotin. Christina Surer, Exfrau des Formel 1 Fahrers Marc Surer, war mit Red-Bull-Fliegerass Matthias Dolderer aufgestiegen, um zum ersten Mal in ihrem bewegten Leben einen Akrobatikflug zu erleben.

Plötzlich ein Knall
„Es war anfangs wunderschön, ich saß vorne und war dem Himmel nahe“, schärmte Surer nun in Interviews von den ersten Minuten des Ausflugs in luftige Höhen. Die Ernüchterung für die 34-Jährige, die als Rennfahrerin kritische Situationen gewöhnt ist, kam schnell: „Als wir zu einem Looping ansetzten, gab es plötzlich einen lauten Knall. Es war wie eine Explosion direkt vor mir und die Splitter trafen mich genau ins Gesicht. Ich geriet in Panik, hatte Todesangst, die Zeit stand still.“ Gleichzeitig fiel der Funkkontakt zum Piloten aus. Die Sportmoderatorin wusste nicht, ob Dolderer ebenfalls von dem Splitterhagel getroffen worden war.

Ausgeliefert
„Blut lief mir über Mund und Wangen und mir wurde plötzlich bewusst, wie ausgeliefert ich war“, ließ Surer die bangen Minuten zwei Tage nach dem Drama Revue passieren: „Dann sah ich plötzlich einen Helikopter, der zu uns aufstieg und sich neben unsere Maschine setzte. Da fühlte ich mich nicht mehr ganz so allein.“ Wenige Sekunden später brachte auch Pilot Matthias Dolderer, der den Zwischenfall unbeschadet überstanden hatte, die trudelnde Extra 300L wieder in seine Gewalt. Begleitet von dem Hubschrauber, den der Red-Bull-Flieger zu Hilfe gerufen hatte, landeten Dolderer und Surer sicher in Kirchheim.

Kollapps
Kaum den Boden unter den Füßen, verlor Christina Surer die mühsam aufrechterhaltene Selbstbeherrschung. In den Armen ihres Freundes Martin (26) brach die 35-Jährige mit einem Kreislaufkollapps zusammen: „Ich habe nur noch am ganzen Körper gezittert und es hat nicht aufgehört zu bluten. Da bin ich umgekippt.“ Im Eiltempo wurde Surerw in die Universitätsklinik nach Salzburg gebracht. Die Diagnose: Schnittwunden im Gesicht und an den Armen, sowie eine Gehirnerschütterung. Eine Verletzung unter der Nase musste genäht werden.

Die Belssuren der schönen Christina werden vollständig verschwinden, vom Kunstfliegen ist sie indes vorerst geheilt: „Meine schutzengel haben viel Arbeit mit mir. Vielleicht zu viel“, will sie künftig auf der Rennstrecke und in der Luft weniger Risiken eingehen.

Foto: APA/Polizei Linz

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