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Täglich ein Einbruch in Linz

Nur 3 Festnahmen

Täglich ein Einbruch in Linz

„Die Linzer Jugend ist um ein Vielfaches besser als ihr Ruf“, gibt Stadtrat Klaus Luger (SPÖ) einen Grund zur Freude. Ein Blick auf die aktuelle Kriminalitätsstatistik der Kulturhauptstadt zeigt: Delikte nach dem Jugendschutzgesetz sind gegenüber dem Vorjahr um 51 Prozent zurückgegangen. 1.204 Fälle wurden bis Ende August angezeigt - darunter fallen aber Ruhestörungen genauso wie kriminelle Taten. Direkte Hotspots kennt Luger keine: „Das wechselt von Jahr zu Jahr.“

Ebelsberg überholt alle
Bis vor zwei Jahren galt das Franckviertel als Problemzone, dann Auwiesen, jetzt läuft Ebelsberg den beiden den Rang ab. Grund für den Rückgang, laut Luger: Streetworker und Mitarbeiter in Pflichtschulen, die sich um verhaltensauffällige Kinder kümmern.

Während sich die Jugend offenbar am Riemen reißen kann, ist der Trend bei den über 18-Jährigen besorgniserregend: Denn in den ersten acht Monaten sind die angezeigten Delikte gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um zwei Prozent gestiegen. Dagegen rückläufig: die Aufklärungsquote. Nur jede vierte kriminelle Tat wird im Durchschnitt geklärt.

Zwei Drittel aller Anzeigen: Einbrüche und Diebstähle
Das Kernproblem bilden mit einem Anteil von 66,7 Prozent und 9.140 Anzeigen nach wie vor die Eigentumsdelikte. Erschreckend: Beinahe täglich wird in Linz mittlerweile in eine Wohnung eingebrochen. 208 Anzeigen (+9,5 %) gingen bis Ende August ein – nur drei der Einbrecher konnten bislang gefasst werden. Explosionsartig angestiegen sind auch Fahrzeugdiebstähle. Mit 122 Anzeigen meldeten sich heuer um 54,4 Prozent mehr Linzer bei den Polizeistationen.

Wiedergefunden wird im Schnitt jedoch nur jeder achte Lkw, bei den Autos liegt die Quote bei vier Prozent. Auffallend ist der hohe Anteil an geklärten Gewaltverbrechen (2009: 2.043 Anzeigen) – jeder achte Straftäter kann überführt werden.

Mehr Polizisten gefordert
Die steigende Kriminalität sieht Luger als Zeichen für den Personalmangel bei der Polizei. Binnen eines Jahres wäre es möglich, Linz sicherer zu gestalten. Das 6-Punkte-Programm beinhalte, so Luger, u.a. 100 Polizisten mehr sowie – nach Wiener Vorbild – die Einbindung der Kriminalpolizei vom Landeskriminalamt direkt in die Polizeiinspektionen.

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