Todes-Drama wird jetzt neu aufgerollt

Linz

Todes-Drama wird jetzt neu aufgerollt

„Jetzt haben wir Chance auf Gerechtigkeit“, sagt Anwalt Klaus Fuchs. „Für die Familie, aber auch für Julian und Verena.“ Wie berichtet, starb der 19-jährige Julian Augendopler auf dem Heimweg mit Freundin Verena nach Feldkirchen (Bez. Urfahr Umgebung). Sebastian S. hatte den Burschen mit 1,88 Promille mit dem Auto überfahren. Doch das Oberlandesgericht sprach ihn aufgrund von Ermittlungspannen frei.

Der Zivilprozess soll nun die Wahrheit ans Licht bringen. Die Richterin will den Fall unvoreingenommen aufrollen. „Wir werden neue Beweise, neue Gutachten vorlegen“, so Fuchs. Im Kern geht es darum, ob Augendopler – wie der Lenker behauptet – vor das Auto lief oder am Straßenrand, Hand in Hand mit dem Mädchen, von hinten erfasst wurde.

„Schlamperei“. Die bisherigen Daten lassen eine Aussage darüber nicht zu. Doch die Aktenlage wird immer fragwürdiger. So erwähnt das Unfallgutachten Bremsspuren, der Polizeibericht nicht – das Unfallauto hatte ABS. „Allein die Verletzungen an der Leiche würden beweisen, wie es passiert ist“, so Fuchs. Doch: Kein Arzt, kein Polizist hat dokumentiert. „Das ist ja unglaubliche Schlamperei“, so ein Linzer Polizeijurist. Jeder Unfalltote müsse von Amtsarzt und Polizisten in Augenschein genommen werden, um den Unfallablauf zu klären. „Genau das haben wir jetzt vor“, kündigt Fuchs an.

Autor: M. Born
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