Sonderthema:
War Zug zu schnell unterwegs?

Totes Baby

War Zug zu schnell unterwegs?

Auf der Sitzbank im kleinen Bahnhof von Puch bei Hallein zeugen Kerzen und abgelegte Teddybären von der unermesslichen Trauer nach dem schrecklichen Tod eines Babys. Wie berichtet, war der Kinderwagen, in dem sich ein einjähriges Mädchen befand, am Donnerstagvormittag von einem durchfahrenden Güterzug angesaugt worden. Der Buggy wirbelte durch die Luft, das Kind wurde herausgeschleudert und stürzte auf den Bahnsteig 1. Wenig später erlag das Mädchen im Landeskrankenhaus seinen Verletzungen. Wie konnte diese schreck­liche Tragödie passieren?

Buggy stand nicht 
im Gefahrenbereich

Noch steht nicht fest, ob die Bremse des Buggys eingelegt und das Baby angegurtet war. Fix aber ist, dass die Mutter ihre Aufsichtspflicht erfüllt hatte und der Kinderwagen außerhalb des Gefahrenbereichs etwa zwei Meter von der Bahnsteigkante und damit weit hinter der markierten Linie stand. Als per Durchsage vor dem Zug gewarnt wurde („Halten Sie Ihre Gepäckstücke fest“), donnerte dieser bereits durch. Wie er den Kinderwagen ansaugen konnte, wird untersucht. Vor allem: War der Zug nur mit den erlaubten 100 km/h unterwegs?

Puch bei Hallein © APA/FMT-PICTURES - MW

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