Weiterer Verdächtiger nach Säure-Attentat gefasst

Säure-Pakete

© APA/LAND OOE, Montage

Weiterer Verdächtiger nach Säure-Attentat gefasst

Im Fall der oberösterreichischen Säurepakete ist nun ein weiterer Verdächtiger gefasst worden. Der 45-jährige Deutsche habe erklärt, im Auftrag des Österreichers, der bereits seit Anfang März in Haft ist, die Sendungen aus Bayern geschickt zu haben, verlautbarte die Staatsanwaltschaft Wels am Freitag. Er belastet den 48-Jährigen nun schwer. Der 45-Jährige wurde diese Woche nach umfangreichen Ermittlungen gefasst. Er habe ein umfassendes Geständnis abgelegt, so die Behörde.

Anwalt kritisiert Behörden
Nikolaus Rast, der Anwalt des Beschuldigten im Fall der oberösterreichischen Säurepakete, hat Freitagabend Kritik an den Behörden geübt. Er sei nicht persönlich darüber informiert worden, dass ein weiterer Verdächtiger festgenommen wurde, der seinen Mandanten belastet. "Ich habe es aus dem Radio erfahren", sagte Rast.

Pakete versandfertig gemacht
Der 45-Jährige gab an, die Pakete versandfertig hergerichtet und verschickt zu haben. Die Päckchen mit den Zigarettenhülsen und der darin enthaltenen Buttersäure habe er sich in Bayern und in Tschechien besorgt, so der Mann gegenüber den Ermittlern. Anschließend habe er sie ausreichend frankiert und in den Briefkasten geworfen.

Auftrag wegen Schulden
Der 45-Jährige gab weiters an, den Auftrag des 48-Jährigen zum Begleichen von 1.500 Euro Schulden erledigt zu haben. Gegen den 45-Jährigen wurde von der Staatsanwaltschaft Wels ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

Insgesamt drei Buttersäure-Pakete
Der SPÖ-Landtagsabgeordnete und ehemalige Bürgermeister von Weißkirchen, Rudolf Prinz (61), war am 7. März beim Öffnen eines mit Buttersäure gefüllten Pakets verletzt worden. Zwei weitere Päckchen an ÖVP-Kommunalpolitiker und zwei an Verwaltungsmitarbeiter konnte die Polizei rechtzeitig abfangen.

Der Verdacht gegen den 48-Jährigen hatte sich aufgrund von Zeugenaussagen verdichtet. Am 9. März klickten bei dem Mann die Handschellen, zwei Tage später wurde über ihn die Untersuchungshaft verhängt. Als Motiv vermuten die Ermittler "raumplanerische Angelegenheiten" in der Vergangenheit.

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