Wirbel um

Grünau im Almtal

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Wirbel um "Hexenverbrennung" in OÖ

Die "Hexenverbrennung" bei einem Perchtenlauf in Grünau im Almtal (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich hat entgegen den Ankündigungen des Veranstalters doch stattgefunden. Rund 400 Besucher wohnten dem Spektakel am Krampustag, das im Vorfeld für heftige Proteste gesorgt hatte, bei, berichtete das ORF-Radio Oberösterreich am Montag.

Die Veranstaltung habe mit Brauchtum nichts zu tun, sondern vielmehr mit Frauenverachtung, kritisierte Schriftstellerin Gerlinde Schilcher aus Scharnstein im selben Bezirk, die sich seit Jahren mit dem Thema Hexen befasst. "Ich bin mir vorgekommen wie auf einem Richtplatz, denn tatsächlich war eine Puppe in Form einer Frauengestalt an einen Baum gebunden." Sie erwarte sich von erwachsenen Menschen, dass sie denken, ein bisschen zurückdenken in der Geschichte würde niemandem schaden, so Schilcher. "Erst recht verlange ich das von einem Bürgermeister."

Indiskutable Aktion
Gemeindeoberhaupt Alois Weidinger (S) versteht die Aufregung nicht. Dass halb Grünau gegen die Veranstaltung des Krampus- und Perchtenvereins sei, wie manche Medien berichtet hätten, stimme nicht. Er habe sich einfach nichts dabei gedacht, denn über das Petersfeuer hätte es bis jetzt auch keine Beschwerden gegeben, so der Bürgermeister.

Rückendeckung bekommen die Kritiker von Alexander Jalkotzy vom Institut für Kunst und Volkskultur des Landes Oberösterreich. Das habe nichts mit Brauchtum zu tun und sei eine indiskutable Aktion gewesen, sagte der Experte, der von "Hohn" sprach.

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